Verunglückter Höhlenforscher Westhauser kann Krankenhaus bald verlassen

Der aus der Riesending-Höhle gerettete Forscher Johann Westhauser kann bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. "Er ist fast wieder komplett hergestellt", sagte sein Arzt. Die Mediziner waren von einer weit längeren Genesungszeit ausgegangen.

Höhlenforscher Westhauser in einem Krankenbett: "Fast wieder komplett hergestellt"
DPA/ Unfallklinik Murnau

Höhlenforscher Westhauser in einem Krankenbett: "Fast wieder komplett hergestellt"


Murnau - Knapp zwei Wochen ist seine spektakuläre Rettung aus der Riesending-Höhle in Berchtesgaden nun her - und Johann Westhauser hat das Gröbste offenbar überstanden. Bald kann der verunglückte Höhlenforscher die Unfallklinik Murnau wieder verlassen, sagte der leitende Arzt der Neurorehabilitation, Marc Schaan. "Er ist fast wieder komplett hergestellt."

Westhauser habe sich gut erholt, sagte Schaan weiter. Seine Familie habe ihn regelmäßig besucht. Nun solle Westhauser noch eine stationäre Rehabilitation absolvieren - "heimatnah", wie es hieß. "Er wird noch weiter Zeit für die Rehabilitation brauchen." Die Ärzte waren davon ausgegangen, dass er für seine Genesung einige Monate brauchen wird.

Der 52-jährige Forscher war am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in der Höhle von einem Lehmbrocken getroffen worden und hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Westhauser saß mehr als 274 Stunden in Deutschlands tiefster Höhle fest, ehe er in einer beispiellosen Rettungsaktion an die Oberfläche gebracht wurde. Die Höhle wurde nun mit einem massiven Stahlgitter verschlossen. Es gab Befürchtungen, Ungeübte könnten aus Neugier einsteigen.

SPIEGEL ONLINE

vks/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
hubie 01.07.2014
1. Alles Gute Herr Westhauser!
Ihr Forscherdrang ist beeindruckend. Wenn der sie schon in so tiefe Höhlen treibt... Respekt. Wir brauchen mehr Menschen mit ihrem Mut... und Glück :). Alles Gute!
mainstreet 01.07.2014
2. Höhle verschlossen?
Ja es ist gut das Höhle verschlossen ist damit nicht Hobbykraxler und Möchte-Gern-Höhlenforscher darin herumlaufen und man nicht wie am Everest ständig über Leichen stolpert. Eine gute Maßnahme an sich dennoch sollte die Höhle gegen Anmeldung und mit Führungen in gewissem Masse auch der Öffentlichkeit zugänglich sein und auch Expeditionen sollte möglich sein bei entsprechender Anmeldung und gewissen Voraussetzungen wie z. B. aktiver Bergsteiger grosses Interesse mal so eine Höhle zu erkunden selbstverständlich erst nach Abklärung der Kosten für Rettungen und technischen Voraussetzungen für den Abstieg. Auch sollten diese Voraussetzungen nicht in Höhen geschraubt werden so dass es niemand mehr möglich ist Höhlenexpeditionen zu unternehmen denn es gibt in Europa viele Höhlen die offen sind und kein vernünftiger Mensch wird sich da ohne die technischen Voraussetzungen und einer Gruppe da hineinwagen. Höhlen sollte im Prinzip der Allgemeinheit schon offen stehen gegen Genehmigung oder Anmeldung und mich stört das zunehmend nur noch Forschern dies alles zusteht und finde das nicht richtig! Die Fürsorgepflicht des Staates beschränkt sich nicht unbedingt auf solche Felder ich denke aber schon das es mit Anmeldungen und Genehmigungen bei gewissen Voraussetzungen im Prinzip jedermann möglich sein sollte auch solche Höhlen zu betreten!
Paul-Merlin 01.07.2014
3. Es gibt wahrhaftig genug Höhlen
Zitat von mainstreetJa es ist gut das Höhle verschlossen ist damit nicht Hobbykraxler und Möchte-Gern-Höhlenforscher darin herumlaufen und man nicht wie am Everest ständig über Leichen stolpert. Eine gute Maßnahme an sich dennoch sollte die Höhle gegen Anmeldung und mit Führungen in gewissem Masse auch der Öffentlichkeit zugänglich sein und auch Expeditionen sollte möglich sein bei entsprechender Anmeldung und gewissen Voraussetzungen wie z. B. aktiver Bergsteiger grosses Interesse mal so eine Höhle zu erkunden selbstverständlich erst nach Abklärung der Kosten für Rettungen und technischen Voraussetzungen für den Abstieg. Auch sollten diese Voraussetzungen nicht in Höhen geschraubt werden so dass es niemand mehr möglich ist Höhlenexpeditionen zu unternehmen denn es gibt in Europa viele Höhlen die offen sind und kein vernünftiger Mensch wird sich da ohne die technischen Voraussetzungen und einer Gruppe da hineinwagen. Höhlen sollte im Prinzip der Allgemeinheit schon offen stehen gegen Genehmigung oder Anmeldung und mich stört das zunehmend nur noch Forschern dies alles zusteht und finde das nicht richtig! Die Fürsorgepflicht des Staates beschränkt sich nicht unbedingt auf solche Felder ich denke aber schon das es mit Anmeldungen und Genehmigungen bei gewissen Voraussetzungen im Prinzip jedermann möglich sein sollte auch solche Höhlen zu betreten!
die öffentlich zugänglich sind und bei denen Besichtigungen/Führungen für Jedermann angeboten werden. Warum und wie Höhlen entstanden sind ist auch wissenschaftlich längst geklärt. Von daher ist die kraxlerei und Taucherei der meisten Hobbyhöhlenforscher nur ein gefährlicher und überflüssiger Sport. Wenn Westhauser nicht dienstlich und in öffentlichem Auftrag unterwegs war - davon ist wohl auszugehen, dann hat er wie jeder Bergsteiger in Not für die Kosten seiner selbstverschuldeten Rettung aufzukommen.
zorga 01.07.2014
4. Alles Gute
Ich wünsche Herren Westhauser alles Gute.
zorga 01.07.2014
5. Alles Gute
Ich wünsche Herren Westhauser alles Gute.
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