Großfeuer in Brandenburg Mehr als 600 Hektar Wald in Flammen

Bei Jüterbog in Brandenburg brennt ein Waldgebiet, in dem auch ein früherer Truppenübungsplatz liegt. Dort könnte Munition explodieren. Die Lage ist noch nicht unter Kontrolle.

Waldbrand bei Jüterbog: "Die Lage ist nicht unter Kontrolle"
Julian Stähle/ DPA

Waldbrand bei Jüterbog: "Die Lage ist nicht unter Kontrolle"


Der Waldbrand bei Jüterbog hat sich auf einer Fläche von mehr als 600 Hektar ausgebreitet. Das entspricht einer Größe von über 800 Fußballfeldern. "Die Lage ist nicht unter Kontrolle", sagte Kathrin Burghardt von der Stadt Jüterbog. Die Winde drehten ständig. Das erschwere die Arbeiten. Eine Gefahr für die Anwohner bestehe derzeit nicht. Dennoch sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben.

Derzeit versuchen die Einsatzkräfte, die Flammen mit einem Löschhubschrauber der Bundespolizei unter Kontrolle zu bekommen. "Wir können wie in jedem Jahr nicht alle Brandherde löschen, da erneut die munitionsbelasteten Flächen brennen", teilte Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue mit.

Laut einem Sprecher kann die Munition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz explodieren. "Auf dem Gelände bei Jüterbog wird schon seit Jahrhunderten geschossen, das ist viel zu gefährlich", sagte er.

Die Feuerwehrleute könnten daher nur bestimmte Flächen betreten und die Ausbreitung der Flammen verhindern. Die betroffenen Flächen sollen nun kontrolliert abbrennen. "Das ist ein ganz normales Vorgehen. Da muss man einfach ein bisschen Geduld haben."

Der Brand war am Montag ausgebrochen. Auch östlich von Berlin nahe Hennickendorf stehen Dutzende Hektar in Flammen. Nahe der Brandstellen in Brandenburg wurde an dem Tag die höchste Temperatur in ganz Deutschland gemessen. 35,1 Grad waren es in Niedergörsdorf im Landkreis Teltow-Fläming.

cop/dpa



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