NFL: Kalifornien verbietet Namen von Football-Team
US-Sportteams Kalifornien verbannt "Redskins" aus Schulen
Viele Footballfans verkleiden sich im Stil der indigenen Bevölkerung, auf Trikots, Wimpeln und Kappen der Washington Redskins prangt das Logo mit Federschmuck: Zumindest an Schulen im US-Bundesstaat Kalifornien könnte es damit bald vorbei sein. Der demokratische Gouverneur Jerry Brown hat dort die Verwendung des Begriffs Redskins verboten.
Ab Januar 2017 dürfen laut dem "California Racial Mascots Act " aus ethischen Gründen keine Teams oder Maskottchen mehr so bezeichnet werden, wie unter anderem die "Los Angeles Times " berichtet. Viele indigene Amerikaner fühlen sich durch den Teamnamen des Hauptstadtklubs beleidigt. Weite Teile der Bevölkerung halten ihn für rassistisch, zahlreiche Medien verwenden ihn nicht mehr .
Mit dem Gesetz ist Kalifornien nun der erste Staat, der den Begriff verbietet. Nach Informationen des Senders NBC nannte der National Congress of American Indians die Entscheidung ein glorreiches Beispiel für das ganze Land, landesweit würden sich mittlerweile 50 US-Senatoren für einen Namenswechsel aussprechen .
Ein Vertreter der Oneida Indian Nation, Ray Halbritter, sagte dem Sender: "Wir wissen, dass viele Fans mit dem Namen niemand verletzen wollen, aber das bedeutet nicht, dass die Verletzung nicht doch stattfindet."
Das neue kalifornische Gesetz geht auf die Initiative des demokratischen Abgeordneten Luis Alejo zurück. Außer Fanartikel des Hauptstadtklubs Washington sind in dem Westküstenstaat laut "Los Angeles Times" vor allem vier High Schools von dem Verbot betroffen - sie führen bei ihren Schulsport-Teams ebenfalls den Begriff im Namen oder als Logo.
Evan Redmon vom Fan- und Nachrichtenportal sonsofwashington.com hält zumindest bei den Washington Redskins eine Umbenennung für überflüssig. Schließlich hätten in den Dreißigerjahren die Spieler des Klubs den Namen zu Ehren ihres damaligen indigenen Trainers William Henry "Lone Star" Dietz so gewählt, wie Redmon im Interview mit NBC sagte.
Dass die Washington Redskins, die sich seit mehr als 80 Jahren so nennen, nun freiwillig den Namen ändern, darf bezweifelt werden. Der Klub kämpft seit Jahren um die mit dem Begriff verbundenen Markenrechte - Politiker und Interessenvertreter versuchen immer wieder, diese dem US-Klub zu entziehen .