Katholischer Jugendverband wünscht sich mehr Vielfalt Gott soll ein Gendersternchen bekommen

Die Katholische junge Gemeinde will nicht mehr nur bei ihren Mitgliedern gendern: Auch Gott wollen sie mit * oder + schreiben. Denn er/sie/es müsse ja nicht zwingend ein Mann sein.
Wie soll sich die Kirche entwickeln? Katholische Jugendliche vor dem Kölner Dom (Archivbild)

Wie soll sich die Kirche entwickeln? Katholische Jugendliche vor dem Kölner Dom (Archivbild)

Foto: Oliver Berg / picture alliance / dpa

Eine Jugendorganisation diskutiert gerade darüber, Gott künftig möglicherweise mit Gendersternchen zu schreiben, um mehr Vielfalt abzubilden.

Die Schreibweise wäre dann »Gott*«. Eine andere Option, die derzeit diskutiert werde, sei »Gott+«, also mit einem Pluszeichen, das aber auch als Kreuz gelesen werden könnte. All das solle laut der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) deutlich machen, dass Gott nicht automatisch als alter weißer Mann mit Bart gedacht werden könne.

»Wir haben noch keine Beschlusslage dazu, aber wir wollen auf jeden Fall etwas ändern«, sagte Rebekka Biesenbach, die Geistliche Bundesleiterin der (KjG), der Nachrichtenagentur dpa. »Die Leitfrage ist: Was können wir tun, um das an vielen Stellen sehr männlich geprägte Gottesbild in die Vielfalt zurückzubringen, die es verdient?« In gesprochener Sprache könnte man das Sternchen oder das Plus gegebenenfalls mitsprechen. »Darüber bilden wir uns derzeit noch ein Urteil.« Entscheidungen könnten bei der nächsten Bundeskonferenz Ende März/Anfang April in Odenthal im Bergischen Land fallen.

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In der katholischen Kirche gibt es mehrere große Jugendverbände. Die KjG gilt als politisch eher links und spricht in ihren Pressemitteilungen bereits jetzt beispielsweise von Katholik*innen. Sie vertritt nach eigenen Angaben etwa 80.000 Mitglieder im Alter von etwa 9 bis 25 Jahren.

bbr/dpa
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