Reformen in der katholischen Kirche ZdK-Präsidentin wirft Vatikan »Kommunikationsverweigerung« vor

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken kritisiert eine mangelnde »Konfliktkultur« des Vatikans, wenn es um Reformen geht. Vor allem für Frauen habe sich in der katholischen Kirche nur wenig geändert.
Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: Zu wenig Bewegung in der katholischen Kirche?

Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: Zu wenig Bewegung in der katholischen Kirche?

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Christian Ditsch / epd / IMAGO

Die Präsidentin Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, hat dem Vatikan in Bezug auf innerkirchliche Reformen »Kommunikationsverweigerung« vorgeworfen. »Die großen Erwartungen sind ja nicht durch Träume entstanden, sondern gründen auch auf einem langen Reformstau«, sagte sie der »Südwest Presse«  in Ulm. Gerade für Frauen habe sich in der katholischen Kirche kaum etwas bewegt.

Beim ZdK handelt es sich um das Dachgremium der Laien in der katholischen Kirche. Die Forderungen nach einer Teilhabe der Frauen auf Augenhöhe seien bereits Anfang der Siebzigerjahre formuliert worden, sagte Stetter-Karp: »Rom hat nie darauf reagiert.«

Manche Bischöfe weigerten sich zudem, »gelebte Praxis« wie etwa die Predigterlaubnis für Frauen auch offiziell niederzuschreiben. Für die ZdK-Präsidentin sei das »unhaltbar, unzureichend und ein Zeichen mangelnder Konfliktkultur«.

bbr/AFP
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