Befestigung gerissen Vier Verletzte bei Unfall mit Marine-Beiboot im Hafen von Kiel

Vier Bundeswehrangehörige sind bei einem Unfall im Hafen von Kiel zum Teil schwer verletzt worden. Ein Beiboot des Tankers "Rhön" stürzte ins Wasser.

Der deutsche Tanker "Rhön" 2017 in Helsinki neben einer kanadischen Fregatte
Martti Kainulainen/ Lehtikuva/ DPA

Der deutsche Tanker "Rhön" 2017 in Helsinki neben einer kanadischen Fregatte


Einer befindet sich noch auf der Intensivstation: In Kiel sind bei einem Unfall mit einem Beiboot des Marine-Tankers "Rhön" vier Bundeswehrangestellte verletzt worden. Das Boot sei am Montag beim Aussetzen ins Wasser gestürzt, teilte die Marine mit. Der Tanker wird komplett von zivilen Angestellten der Streitkräfte betrieben.

Das Unglück ereignete sich, als die Seeleute ein Beiboot zu Wasser lassen wollten. Sie hatten zur Sicherheit eine Ölsperre im Hafen aufs Wasser bringen wollen, da die "Rhön" an der Betankungsanlage repariert werden musste.

Verankerung gerissen

Die Seeleute seien zum Teil schwer verletzt worden, zwei seien operiert worden, teilte die Marine mit. Die Unfallursache ist noch unklar, ein technischer Defekt ist aber nicht ausgeschlossen.

Beim Aussetzen des Rettungsboots, das jeweils vorne und hinten mit einem Stahlseil gehalten wird, senkte sich eine Seite überraschenderweise sehr viel schneller. Daraufhin riss hinten die Befestigung vom Beiboot ab, nachdem die komplette Last auf nur einer Verankerung lag.

Einer der Seeleute stürzte daraufhin vom Beiboot aus rund acht Metern Höhe ins Wasser, konnte aber leicht verletzt an den Pier schwimmen. Die anderen drei klammerten sich ans Beiboot. Da die zweite Verankerung die Last des ganzen Boots jedoch auch nicht tragen konnte, riss auch diese ab und das Boot stürzte ins Hafenbecken.

Der Marine zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, beim Unfall seien Soldaten verletzt worden. Der Tanker wird jedoch von zivilen Angestellten der Streitkräfte betrieben.

apr/mgb/dpa



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