Schleichwerbung US-Börsenaufsicht brummt Kim Kardashian eine Millionenstrafe auf

Wenn Kim Kardashian ein Krypto-Investment empfiehlt, dann ist das… auch nur Werbung, sagt die SEC. Und das hätte der Realitystar deutlich machen müssen.
Kim Kardashian in einer Aufnahme von 2016

Kim Kardashian in einer Aufnahme von 2016

Foto: © Eduardo Munoz / Reuters/ REUTERS

Kim Kardashian hat eine Kryptowährung empfohlen – und verschwiegen, dass der Anbieter sie für diese Werbung bezahlt hat. Das kommt die Celebrity nun teuer zu stehen. Der Realitystar zahlt bei einem Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC 1,26 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 1,29 Millionen Euro) an Bußgeldern und Entschädigungen.

Das teilte die Behörde am Montag mit. Konkret wird Kardashian vorgeworfen, für eine Empfehlung bei Instagram von dem Anbieter EthereumMax 250.000 Dollar bekommen und dies nicht offengelegt zu haben.

Die SEC warnt Anleger schon seit Jahren vor zweifelhaften Investmenttipps von Promis mit hoher Reichweite im Internet – insbesondere bei hochspekulativen und häufig lasch regulierten Kryptoanlagen. 2018 hatte die US-Börsenaufsicht bereits Boxstar Floyd Mayweather und Hip-Hop-Produzent DJ Khaled hohe Geldstrafen aufgebrummt, weil sie auf ihren Social-Media-Kanälen unlautere, bezahlte Promo-Aktionen für Geschäfte mit Digitalwährungen machten.

Hemd ausziehen, um SMS zu schreiben

Nach den Bundeswertpapiergesetzen müsse jeder Prominente oder jede andere Person, die für ein Krypto-Wertpapier wirbt, die Art, die Quelle und die Höhe der Vergütung offenlegen, die sie im Gegenzug für Werbung erhält, sagte Gurbir S. Grewal von der SEC: »Die Anleger haben ein Recht darauf zu erfahren, ob die Werbung für ein Wertpapier unvoreingenommen ist.«

Zuletzt machte sie mit Aussagen über ihre ungewöhnlichen Kleiderdesigns Schlagzeilen, die oft ganz praktische Probleme mit sich brächten. In der Talkshow »Live with Kelly and Ryan«  trat die 41-Jährige mit einem schwarzen Oberteil auf, in das die Handschuhe integriert sind. Darauf angesprochen sagte sie: »Alles ist aneinander befestigt. Ich müsste also mein Hemd ausziehen, um im Auto eine SMS zu schreiben.« Das sei ein »echtes Problem«, so die Unternehmerin in einem Interview mit dem Magazin »People« . Es sei »schwer, auf die Toilette zu gehen«, wenn man solche Outfits trage. Mit Geschichten wie diesen sichert sie sich die Aufmerksamkeit vieler Fans, die sie wiederum für Produkt- und Finanzempfehlungen nutzt.

mamk/dpa
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