Kirchentag in Stuttgart Zehntausende feiern Abschlussgottesdienst

Zum Abschluss kamen fast 100.000 Christen zu einem Freiluftgottesdienst zusammen: Der Evangelische Kirchentag in Stuttgart ist zu Ende gegangen - mit einem Appell für mehr Flüchtlingshilfe und Mitmenschlichkeit.

Cannstatter Wasen: Open-Air-Gottesdienst als Abschluss des Kirchentags
DPA

Cannstatter Wasen: Open-Air-Gottesdienst als Abschluss des Kirchentags


Zehntausende Christen haben zum Abschluss des Deutschen Evangelischen Kirchentags einen Open-Air-Gottesdienst gefeiert. Nach Angaben der Veranstalter kamen auf dem Cannstatter Wasen rund 95.000 Menschen zusammen. Viele trugen ihre rot-weißen Kirchentagsschals, die seit Mittwoch das Stadtbild von Stuttgart prägten.

Pastorin Nora Steen erinnerte in ihrer Predigt an die Flüchtlingstragödien auf dem Mittelmeer. "Für jeden Menschen auf dieser Erde gibt es einen Platz, eine Aufgabe. Niemand ist dazu geboren worden, auf der Flucht zu sein", sagte sie. "Diejenigen, die ihre Sehnsucht nach einem Leben in Europa mit dem Tod bezahlen, gehen uns etwas an."

Auch andere Redner riefen die Gottesdienstbesucher auf, sich aktiv für Frieden, Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit einzusetzen. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, sagte: "Lasst uns nicht aufhören, nach Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen zu suchen."

Etwa 97.000 Dauerbesucher waren zu dem fünftägigen Glaubensfest nach Stuttgart gereist. Hinzu kamen Zehntausende weitere Tagesgäste. In zwei Jahren wird der Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg gefeiert.

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wit/dpa

insgesamt 104 Beiträge
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Seite 1
M. Michaelis 07.06.2015
1.
Für Appelle an mehr Mitmenschlichkeit und Flüchtlingshilfe braucht es wahrlich keine Kirchentag. Überall der gleiche Einheitsbrei. Vielleicht sollten sich die Kirchen mal wieder mehr mit ihrer Religion und den Problemen innerhalb der Kirche auseinandersetzen als gefällige Politplattitüden zu verbreiten.
Eduschu 07.06.2015
2.
Zitat von M. MichaelisFür Appelle an mehr Mitmenschlichkeit und Flüchtlingshilfe braucht es wahrlich keine Kirchentag. Überall der gleiche Einheitsbrei. Vielleicht sollten sich die Kirchen mal wieder mehr mit ihrer Religion und den Problemen innerhalb der Kirche auseinandersetzen als gefällige Politplattitüden zu verbreiten.
Das ist das Henne-Ei-Prinzip. Man weiß nicht mehr genau, ob die moderne evangelische Kirche vom Polit-Mainstream "erfunden" wurde oder umgekehrt.
casework 07.06.2015
3.
Zitat von M. MichaelisFür Appelle an mehr Mitmenschlichkeit und Flüchtlingshilfe braucht es wahrlich keine Kirchentag. Überall der gleiche Einheitsbrei. Vielleicht sollten sich die Kirchen mal wieder mehr mit ihrer Religion und den Problemen innerhalb der Kirche auseinandersetzen als gefällige Politplattitüden zu verbreiten.
Vielleicht sollten Sie mal vorher das Kirchentagsprogramm ansehen, bevor Sie solchen Unsinn verbreiten. Kleiner Tipp: Das Motto war "...auf dass wir klug werden."
dfuchs 07.06.2015
4.
Ein mir zutiefst widerwärtiges Abfeiern gemeinsamer freiwilliger Ignoranz, die man "Glaube" nennt und für einen ethischen Wert hält und als solchen auch noch verbreitet, insb. sogar an Kinder. Und die sind alle wahlberechtigt...
Ylioppilasjuhla 07.06.2015
5. Gottverloren
Denen ist vor lauter gegenwärtiger Politik und Wichtigtuerei ihr Gott verloren gegangen: ihr Glauben, dass Gott lenkt. Wenn sie noch glauben würden, bräuchte es keine Politik und kein Ranschmeissen an die Zeitgeistigkeit. Denn der grosse Meister regelt alles. Sie haben ihren Gott verloren.
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