Warnung an Städte weltweit Rotes Kreuz dringt auf Schutzmaßnahmen vor Hitzewellen

"Hitzewellen gehören zu den tödlichsten Naturgefahren": Das Rote Kreuz warnt vor den Risiken, die von immer neuen Temperaturrekorden ausgehen - und schlägt ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor.

Südseewetter in Süddeutschland: Display an einem Gebäude am Stuttgarter Schlossplatz (Archivbild)
DPA

Südseewetter in Süddeutschland: Display an einem Gebäude am Stuttgarter Schlossplatz (Archivbild)


Das Rote Kreuz weist eindringlich auf die steigenden Risiken hin, die angesichts der Klimakrise weltweit von häufigen Hitzewellen ausgehen. Städte müssen sich nach Ansicht der Organisation besser darauf vorbereiten, ihre Bewohner vor gesundheitsgefährdenden Temperaturen zu schützen.

"Hitzewellen gehören zu den für die Menschheit tödlichsten Naturgefahren, und die von ihnen ausgehende Gefahr wird mit dem Fortschritt der Klimakrise nur noch ernster und verbreiteter werden", sagte der Präsident der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung (IFRC), Francesco Rocca, in einem am Dienstag in New York veröffentlichten Bericht.

"Die Maßnahmen sind einfach und bezahlbar"

"Die gute Nachricht ist, dass Hitzewellen vorhersagbar und vermeidbar sind", sagte Rocca. "Die Maßnahmen, die Behörden ergreifen können, um Leben zu retten und Leid zu ersparen, sind einfach und bezahlbar."

Zu den vom IFRC vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unter anderem mehr Grünanlagen, autofreie Zonen, begrünte Dächer und weiß bemalte Oberflächen. Hitzewellen betreffen Menschen in Städten am meisten, da dort viele Autos, Klima- und Industrieanlagen zusammenkommen und sich die Hitze stärker staut.

Erst vor Kurzem hatte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels einen neuen weltweiten Hitzerekord gemeldet: Demzufolge lagen die Temperaturen im vergangenen Monat um 0,1 Grad Celsius über dem bisherigen Rekord vom Juni 2016 - damit war der Juni 2019 der weltweit heißeste Monat der Geschichte.

mxw/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Pfaffenwinkel 17.07.2019
1. Von den Südländern lernen,
heißt jetzt die Devise. Zum Beispiel längere Mittagspausen für die arbeitende Bevölkerung oder Aufrüstung der Krankenhäuser mit Klimaanlagen.
new#head 17.07.2019
2.
Ja Rotes Kreuz, darum sind auch alle Menschen in Südostasien, Zentralafrika, Australien , Mittel- und Südamerika, täglich in Lebensgefahr. Es gibt Menschen, die leben permanent mit diesen Temperaturen und hier gab es schon immer heisse und weniger heisse Sommer und einzelne sehr heisse Tage. Ich hab's überlebt, sogar ohne Klimaanlagen.
whitewisent 17.07.2019
3.
Wer verarscht hier wen? Montag wird verkündet, dass Fachleute die Schließung der Hälfte aller deutschen Krankenhäuser ernsthaft vorschlagen, Dienstag warnen andere Experten, und fordern noch mehr Maßnahmen? Das widerspricht sich, und zeugt nur davon, dass auch in dem Bereich die bloße Anzahl von Fachleuten mit Studienabschluss nicht zwingend zu einem durchdachten Konzept führte. Es ist ziemlich simpel. Ein Patient braucht ärztliche Versorgung innerhalb eines Weges, die er allein innerhalb von wenigen Minuten erreichen kann. Egal ob zu Fuß oder per ÖPNV. Es ist schlicht nicht mehr finanzierbar, ein System von Ersthelfern und Krankentransport zu schaffen. Ein Großteil der Hitzefolgen ist in der gesellschaftlichen Vereinsamung vieler älterer Singlehaushalte begründet. Egal ob es um ausreichende Heizung im Winter, Kühlung im Sommer oder Versorgung mit Essen und Trinken geht - jeder Maßnahmekatalog wird an der Haustür scheitern. Ansonsten lesen sich die Vorschläge einfach wie Forderungen von Grünen Kreuz, nicht vom Roten Kreuz. Wenn man menschenfreie Innenstädte will, sollte man die Zwangsweise Umsiedlung der Menschen direkt fordern, und sich nicht hinter Phrasen wie autofrei oder mehr Grünanlagen verstecken. Denn wo sollen die entstehen? Straßen sind eben nicht nur Hitzespeicher, sondern eben auch Versorgungslinien, über und unterirdisch. Es gibt übrigens auch jede Menge Dörfern mit viel Grün und hellen Hauswänden, welche Temperaturen über 35 Grad haben, einfach weil das Wetter warm ist.
der_durden 17.07.2019
4.
Zitat von new#headJa Rotes Kreuz, darum sind auch alle Menschen in Südostasien, Zentralafrika, Australien , Mittel- und Südamerika, täglich in Lebensgefahr. Es gibt Menschen, die leben permanent mit diesen Temperaturen und hier gab es schon immer heisse und weniger heisse Sommer und einzelne sehr heisse Tage. Ich hab's überlebt, sogar ohne Klimaanlagen.
Fühlen Sie sich eigentlich als das Maß aller Dinge? Der Nabel der Welt? Was hat es für eine Aussagekraft für mitteleuropäische Länder, wenn Sie darauf verweisen, dass andere Länder schon immer hohe Hitze haben? Darum geht es doch. Das Rote Kreuz weist daraufhin, dass die Menschen über die Maßnahmen aufzuklären sind, wie sie sich bei solchen Hitzewellen zu verhalten haben. Dabei geht es Ihnen nicht um Sie, sondern um Menschen, die heute bei solchen Wetterereignissen, zum Teil eben unnötiger Weise, sterben, weil Sie alt oder krank sind. Ganz ehrlich, ich ICH bezogener Beitrag, ist vollkommen daneben. Entweder, weil Sie wirklich so egozentrisch denken, oder weil es Ihnen an Leseverständnis mangelt.
isar56 17.07.2019
5.
Zitat von new#headJa Rotes Kreuz, darum sind auch alle Menschen in Südostasien, Zentralafrika, Australien , Mittel- und Südamerika, täglich in Lebensgefahr. Es gibt Menschen, die leben permanent mit diesen Temperaturen und hier gab es schon immer heisse und weniger heisse Sommer und einzelne sehr heisse Tage. Ich hab's überlebt, sogar ohne Klimaanlagen.
Sowohl Australier, als auch zurück gekehrte Ägyptenurlauber sagen, dass die Hitze in diesen Ländern wesentlich besser auszuhalten ist als hier.
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