Mittelmeer Ölteppich alarmiert Behörden auf Korsika

Im Mittelmeer soll Öl aus einem Schiff verklappt worden sein, das nun in der Nähe der Ferieninsel Korsika treibt. Fraglich ist, in welche Richtung.
Aufnahmen aus dem Flugzeug: Öl in der Nähe Korsikas

Aufnahmen aus dem Flugzeug: Öl in der Nähe Korsikas

Foto: Florian Roussard / AFP

Im Mittelmeer treibt seit wenigen Tagen ein Ölteppich, den die Behörden auf der französischen Ferieninsel Korsika mit Sorge beobachten. Nachdem anfangs nicht klar war, in welche Richtung sich das Öl bewegt, hieß es am Samstagabend von Sprecherin Christine Ribbe: »Wir sind jetzt beruhigter, weil die Verschmutzung weg von der Küste driftet.«

Der Ölteppich sei mittlerweile rund zehn Kilometer von der Küste entfernt, so die Behördensprecherin. »Aber wir müssen sehr vorsichtig bleiben, denn die Lage kann sich mit den Strömungen ändern.«

Zwei Marineschiffe mit speziell geschulter Besatzung und dem nötigen Gerät wurden zu dem Ölteppich entsandt. Rund 80 Einsatzkräfte standen für Reinigungsarbeiten bereit.

Das Öl, das offenbar von einem Schiff verklappt wurde, war erstmals am Freitagmittag von Flugzeugen aus entdeckt worden. Bei genaueren Erkundungsflügen mit Flugzeugen und Hubschraubern wurden am Samstagmorgen dann mehrere Ölflecken gesichtet, die sich auf rund 35 Kilometern hinziehen. Einige davon bewegten sich in Richtung der Sandstrände rings um Aleria im Osten der Insel.

Meeresministerin Annick Girardin erklärte, die Behörden seien »entschlossen«, die Verursacher des Ölteppichs zu finden.

fok/AFP

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