Ausschreitungen in Ägypten Junge stirbt bei Fußballkrawallen

Beim ägyptischen Fußballclub Al-Masry ist es erneut zu schweren Krawallen gekommen. Ein 13-jähriger Junge kam ums Leben, als Soldaten aufgebrachte Fans in Schach halten wollten. Auslöser der Gewalt ist die Sperrung des Vereinsstadions für drei Jahre.

Ausschreitungen im Stadion (im Februar): Erneut Krawalle in Port Said
REUTERS/ Egypt TV

Ausschreitungen im Stadion (im Februar): Erneut Krawalle in Port Said


Kairo - In der ägyptischen Hafenstadt Port Said ist bei erneuten Krawallen um den Fußball-Erstligisten Al-Masry ein 13-jähriger Junge durch einen Schuss in den Rücken ums Leben gekommen. Das berichtet die Zeitung "Al-Ahram". 16 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten durch Tränengas. Armeesoldaten hätten geschossen, als Anhänger von Al-Masry versucht hätten, zum Suezkanal vorzudringen.

Ausgelöst wurden die schweren Ausschreitungen durch die Sperre von zwei Spielzeiten für den ägyptischen Club, nachdem es im Februar beiblutigen Unruhen 74 Tote gegeben hatte. Der ägyptische Fußballverband (EFA) schloss Al-Masry daraufhin für die laufende Saison und die kommende Spielzeit aus. In der Saison 2013/14 darf die Mannschaft von Al-Masry in der höchsten ägyptischen Spielklasse zwar wieder antreten, das Stadion wurde aber für drei Jahre geschlossen.

In der Arena des Vereins hatten sich die schweren Ausschreitungen Anfang Februar bei der Partie zwischen Al-Ahly und Al-Masry ereignet. Zuschauer hatten den Platz gestürmt und Jagd auf Spieler und Anhänger des Kairoer Clubs Al-Ahly gemacht. Nach den Krawallen war die Saison unterbrochen worden.

jbr/dpa/AFP



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