Kreuzfahrtschiff Weitere Leiche aus dem "Concordia"-Wrack geborgen

Die Vorbereitungen für das Abpumpen des giftigen Schweröls laufen auf Hochtouren, nun wurde eine weitere Leiche aus der "Concordia" geborgen. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich damit auf 16.

Rettungskräfte am Unglücksort: Zahl der Toten steigt
REUTERS

Rettungskräfte am Unglücksort: Zahl der Toten steigt


Giglio - Im Inneren der "Costa Concordia" ist am Dienstag eine weitere Leiche entdeckt worden. Taucher fanden den toten Körper auf Deck drei des gekenterten Kreuzfahrtschiffes, wie die Einsatzkräfte bestätigten. In dem Bereich hatten Marinetaucher am Morgen mit Sprengungen den Weg ins Innere des Schiffes freigemacht. Die geborgene Person habe eine Rettungsweste getragen, sagte eine Sprecherin. Damit steigt die Zahl der geborgenen Toten auf 16. Die Suche nach den mehr als 20 Vermissten geht unterdessen weiter.

Was die Bergung des Wracks betrifft, so wird gerade das Abpumpen des Öls vorbereitet. Die Aktion könne voraussichtlich nicht vor Samstag beginnen, sagte Krisenstabsleiter Franco Gabrielli. Ab dann dürfte es rund vier Wochen dauern, bis die geschätzten 2400 Tonnen Treibstoff - darunter vor allem Schweröl - aus den 17 Tanks des gekenterten Kreuzfahrtschiffes entsorgt sind.

Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" war vorvergangene Woche leckgeschlagen und hat sich auf die Seite gelegt; unter den über 4000 Menschen an Bord gab es Tote und Verletzte. Scharf in der Kritik steht der Kapitän Francesco Schettino, der das 290 Meter lange Schiff offenbar zu nah an die Insel steuerte - und nach der Havarie einfach im Stich ließ.

nga/dpa

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