Südafrika Wilderer mutmaßlich von Elefant totgetrampelt und von Löwen gefressen

Im Krüger-Nationalpark sind Männer festgenommen worden, die zu einer Gruppe von Wilderern gehören sollen. Ihren Schilderungen zufolge überlebte einer von ihnen einen Beutezug nicht.


Ein Suchtrupp hat im Krüger-Nationalpark in Südafrika menschliche Knochen und eine Hose gefunden. Sie gehören mutmaßlich zu einem Wilderer, der auf der Jagd nach Nashörnern von einem Elefanten niedergetrampelt und danach von Löwen gefressen worden sein soll.

Komplizen des Wilderers hätten dessen Familie informiert, dass der Mann vergangene Woche von einem Elefanten getötet worden sei, sagte ein Sprecher der Parkverwaltung. Die Angehörigen informierten demnach die Leitung des Nationalparks darüber, die daraufhin nach der Leiche suchte.

Gewehre und Munition sichergestellt

Die Polizei teilte mit, drei Männer im Alter zwischen 26 und 35 Jahren seien in dem Fall festgenommen worden. Zwei Jagdgewehre sowie Munition wurden demnach beschlagnahmt.

Von dem weiteren Mitglied der Gruppe seien trotz einer intensiven Suche bis Donnerstag aber lediglich Schädelknochen gefunden worden, sagte Parksprecher Isaac Phaala. In dem Gebiet sei eine Gruppe Löwen gesichtet worden "und es scheint, dass sie die Leiche des Opfers verspeist haben".

Der Direktor des Krüger-Nationalparks, Glenn Phillips, nahm den Vorfall zum Anlass, vor einem unbefugten Eindringen in das Schutzgebiet zu warnen. "Illegal und zu Fuß in den Krüger-Nationalpark zu gehen, ist nicht klug", erklärte er. Vielmehr seien solche Aktionen "sehr gefährlich und dieser Vorfall ist ein neuer Beweis dafür".

Jedes Jahr werden Tausende Nashörner in Afrika von Wilderern getötet. Diesen geht es um die Hörner der Tiere. Sie gelten in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel, obwohl sie wie die Fingernägel von Menschen nur aus Keratin bestehen. Insbesondere in China und Vietnam werden für die Hörner hohe Preise gezahlt.

In Afrika leben nur noch rund 5000 Spitzmaulnashörner, davon fast 1900 in Südafrika. In dem Land leben außerdem rund 20.000 Breitmaulnashörner und damit rund 80 Prozent des weltweiten Bestandes dieser Art.

apr/AFP

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