Gescheiterte Ehrung Kunstflieger der Schweizer Armee überfliegen falschen Ort

Mit einem Kunstflieger-Manöver wollte die Schweizer Armee den Flugpionier Oskar Bider ehren - doch die Anwohner von Langenbruck starrten vergeblich in den Himmel. Stattdessen erfreuten sich einige Jodler am Anblick der Staffel.

Kampfflugzeuge vom Typ F-5E Tiger der Schweizer Luftwaffe
DPA

Kampfflugzeuge vom Typ F-5E Tiger der Schweizer Luftwaffe


Um ganze drei Kilometer hat die Kunstfliegerstaffel der Schweizer Armee ihr Ziel verfehlt. Die Piloten wollten am Samstag eigentlich den Flugpionier Oskar Bider mit einem Überflug seines Geburtsorts Langenbruck ehren. Bider war vor 100 Jahren verstorben. Doch die Anwohner starrten vergeblich in den Himmel.

Der Pilot im Leitflugzeug vom Typ Tiger F-5E habe im Anflug ein großes Festzelt gesehen und Kurs darauf genommen, sagte Armeesprecher Daniel Reist. Allerdings handelte es sich dabei um den Ort Mümliswil westlich von Langenbruck, wo gerade ein Jodlerfest stattfand. "Die Maschinen fliegen mit 700 Kilometern in der Stunde", sagte Riest. "Da sind drei Kilometer nichts." Die Piloten hätten in den alten Maschinen keine GPS-Geräte an Bord, betonte er.

Zwar liegen die Orte Langenbruck und Mümliswil sehr nahe beieinander. Aber weil die Maschinen der Kunstfliegerstaffel bei so einem Überflug nur wenige Hundert Meter über dem Boden fliegen, sei das Spektakel in Langenbruck praktisch nicht zu sehen gewesen. "Wir werden mit den Verantwortlichen in Langenbruck sprechen, wie wir das wieder gut machen können", sagte Reist.

Anlass zur Sorge über die Einsatzbereitschaft der Schweizer Luftwaffe im Ernstfall gebe es nicht, so Reist. Die Maschinen würden schon seit langem nicht mehr für Kampfeinsätze genutzt.

lmd/dpa



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