Libanon Frachter mit über 80 Menschen an Bord gesunken

Vor der Küste des Libanon in schwerer See ein Frachtschiff gekentert. Der Viehtransport befand sich auf dem Weg nach Syrien, die Behörden befürchten viele Todesopfer. An der Rettungsaktion für die mehr als 80 Seeleute beteiligten sich auch zwei Schiffe der deutschen Bundesmarine.


Beirut - Die "Danny 2" mit mehr als 80 Besatzungsmitgliedern an Bord ist bei rauer See vor der Küste des Libanons gesunken. Am späten Donnerstagabend (Ortszeit) musste damit gerechnet werden, dass Dutzende von Seeleuten bei dem Unglück des Viehtransporters ums Leben kamen. Genaue Angaben machten die Behörden aber vorerst nicht.

Nach Informationen der Polizei waren neun libanesische Marine-Boote damit beschäftigt, Schiffbrüchige zu suchen. Auch drei Schiffe der UN-Mission Unifil - zwei deutsche und ein italienisches - waren im Einsatz.

Etwa 20 Personen konnten bis zum späten Abend gerettet werden, obwohl stürmische See die Rettungsaktion erschwerte. Die meisten der Crew-Mitglieder des Unglücksschiffs stammten von den Philippinen oder aus Pakistan, hieß es von den Behörden.

Der Frachter unter der Flagge Panamas war auf dem Weg in den syrischen Hafen Tartus, als sich das Unglück etwa auf Höhe des nordlibanesischen Hafens Tripoli ereignete.

jok/dpa/AFP



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