Besuch aus dem Vatikan Bischof Tebartz-van Elst wirbt um Vertrauen

Kardinal Lajolo wird zu einem "brüderlichen Besuch" im Bistum Limburg erwartet. Vor einem Treffen mit dem päpstlichen Gesandten wirbt Bischof Tebartz-van Elst um Vertrauen. Doch ein prominenter Kritiker will dem Gast aus Rom von einer "zerstörerischen Vertrauenskrise" berichten.

Franz-Peter Tebartz-van Elst in Frankfurt am Main: Bischof unter Druck
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Franz-Peter Tebartz-van Elst in Frankfurt am Main: Bischof unter Druck


Limburg - Vor dem Besuch des päpstlichen Gesandten Kardinal Giovanni Lajolo in Limburg hat Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Bereitschaft zum Dialog bekräftigt und erneut um Vertrauen geworben. In der Krise komme es darauf an, sich den Herausforderungen zu stellen, beieinander zu stehen und die Verbindung zu suchen, die Halt gebe, sagte der Bischof laut einer Bistumsmitteilung in einer Messe am Sonntagabend. "Nur im Miteinander gibt es Halt."

Im Konflikt um die Limburger Amtsführung wird ein Treffen des Bischofs mit Kardinal Lajolo erwartet. Der Besuch sei keine Apostolische Visitation, sondern ein "brüderlicher Besuch", teilte das Bistum mit.

Tebartz-van Elst werden ein autoritärer Führungsstil und Verschwendung vorgeworfen. Dabei geht es unter anderem um die stark gestiegenen Kosten für seinen neuen Bischofssitz. Am Freitag überreichten Kritiker dem Bischof einen Protestbrief, den rund 4400 Kirchenmitarbeiter, Priester und Gläubige unterzeichnet hatten.

Der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz, ein prominenter Kritiker des Bischofs, kündigte im "Kölner Stadt-Anzeiger" an, er werde dem päpstlichen Gesandten sagen, dass er den Bischof in der Ausübung seines Dienstes behindert sehe. Das Bistum befinde sich in einer "tiefgreifenden, zerstörerischen Vertrauenskrise".

hut/dpa

insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
mattoregiert 09.09.2013
1. Was für ein Typ
solch einer wird zur Rechten Gottes sitzen wollen ,so bestimmt sein heimlicher Anspruch . aber mit einem gehörigen Ablass kann das schon drin sein...
elizaberlin 09.09.2013
2. Oh, der Herr Graf laufen Amok?
Na so was aber auch!. Wo bleibt die Contenance? Was ist bloß aus dem deutschen Hochadel geworden? Da haben der Herr Graf (als Mitglied des Domkapitels) selbst den Bau des Diözesanen Zentrums mitentschieden, weil man ja davon ausging, dereinst selbst in diesen noblen Gemächern zu residieren. Und dann kommt der Papst und schickt da einfach so ein Bauernkind vor. Unfassbar! Dass Hochwohlgeboren das nicht ertragen konnte, kann man ja irgendwo verstehen. Aber wieso der Spiegel und noch ein paar andere linke Blätter da mitmachen? Die sind doch sonst immer auf der Seite der Armen und Entrechteten. Oder hat die Familie zu Eltz etwa auch einen Arm im Spiegel? Und will man auf diese Weise dem Familienmitglied den ihm qua Geburt zustehenden Stuhl sichern? Fragen über Fragen....
wega 09.09.2013
3. wega
Der Herr Bischof sollte einfach noch einmal in die Lehre gehen. Bei Papst Franziskus!
wega 09.09.2013
4. wega
Der Herr Bischof sollte einfach noch einmal in die Lehre gehen. Bei Papst Franziskus!
gog-magog 09.09.2013
5.
Zitat von mattoregiertsolch einer wird zur Rechten Gottes sitzen wollen ,so bestimmt sein heimlicher Anspruch . aber mit einem gehörigen Ablass kann das schon drin sein...
Wer den Mammon anbetet, hat das Himmelreich verwirkt.
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