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26. August 2012, 16:44 Uhr

Katholische Kirche

Limburger Bischof verkaufte Immobilienpaket ans eigene Bistum

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Immobilien des Bischöflichen Stuhls ans eigene Bistum verkauft. Nun gibt es den Verdacht, der Kirchenmann habe so seinen neuen umstrittenen Prunkbau finanzieren wollen. Tebartz-van Elst weist dies zurück.

Hamburg - Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat ein Immobilienpaket des Bischöflichen Stuhls ans eigene Bistum verkauft. Laut Kaufvertrag veräußerte der Hirte bereits zum 1. Januar 2010 als Hauptgesellschafter den Anteil am Gemeinnützigen Siedlungswerk in Frankfurt am Main, das rund 7500 Wohnungen bewirtschaftet.

Der Ertrag floss wiederum in die Kasse des Bischöflichen Stuhls. Darin sind für Tebartz-van Elst Erträge verfügbar, über die er keinerlei Rechenschaft ablegen muss; nicht einmal die Finanzämter nehmen Einblick. Wie viel Geld sein eigenes Bistum für diese Gesellschaftsanteile im Wert von geschätzt 6,7 Millionen Euro bezahlen musste, mochte Seine Exzellenz auf Nachfrage nicht preisgeben,

Tebartz-van Elst lässt in Limburg zurzeit für über 5,5 Millionen Euro eine luxuriöse Bischofsresidenz für sich und seine Mitarbeiter errichten; die mehrfach gestiegenen Kosten begleicht er nach eigenen Angaben aus dem Vermögen des Bischöflichen Stuhls. In Limburg gibt es nun den Verdacht, der statusbewusste Bischof wolle mit dem Verkauf der Wohnungen die Mehrkosten für seinen neuen Prunkbau finanzieren. Doch der bestreitet das: "Das hatte ganz andere Gründe." Er habe sich unter anderem nicht mehr mit den Klagen von Mietern befassen wollen, dafür habe das Bistum "die bessere Infrastruktur".

Erst jüngst hatte der Limburger Bischof wegen eines Erste-Klasse-Flugs nach Indien für Schlagzeilen gesorgt. Dort hatte er gemeinsam mit seinem Generalvikar Franz Kaspar soziale Projekte besucht. Die rund 8000 Euro teure Reise in die Slums hatte massive Kritik ausgelöst.

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mik

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