Listerien-Infektion Mindestens 18 Tote durch verseuchte Melonen

In den Vereinigten Staaten steigt die Zahl der Todesfälle durch Listerien-Infektionen: Mindestens 18 Menschen starben durch den Genuss von verseuchten Melonen. Es ist der heftigste Ausbruch in den USA seit zehn Jahren.


Washington - Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstag mitteilte, sind die Bundesstaaten Colorado und New Mexico mit jeweils fünf Toten am stärksten betroffen. Bisher seien 100 Krankheitsfälle in 20 Bundesstaaten aufgetreten. Alle Betroffenen hätten Melonen konsumiert und sich darüber mit den gefährlichen Bakterien infiziert, hieß es. Man geht davon aus, dass die Zahl der Todesfälle weiter steigen werde.

Den Angaben zufolge wurde eine Firma in Granada im Bundesstaat Colorado als Infektionsherd ausgemacht. Sie soll die Melonen in 28 Bundesstaaten geliefert haben. Das Unternehmen hatte das verseuchte Obst am 14. September zurückgerufen.

Ein Großteil der kontaminierten Ware sollte inzwischen aus dem Handel sein. Dennoch wird weiter ermittelt: Margaret Hamburg von der Verbraucherschutzbehörde FDA erklärte, man untersuche die Bewässerungsanlagen der betroffenen Farm, gehe aber auch einer möglichen Übertragung des Keims durch Tiere nach.

Listerien-Bakterien vermehren sich in einer feuchten, warmen Umgebung und können über Lebensmittel oder Tiere wie Rinder oder Schafe übertragen werden. Belastete Lebensmittel sind an Geruch oder Geschmack nicht zu erkennen. Ihr Verzehr kann hohes Fieber, schwere Kopfschmerzen, Nackensteife und Übelkeit auslösen. Besonders gefährdet sind Schwangere, ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

ala/AFP



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