London Polizei schmuggelt Bombenattrappe auf Olympiagelände

In 200 Tagen beginnen die olympischen Sommerspiele in London. Die Sicherheit der Sportler und Besucher bereitet den Organisatoren noch Sorgen - offenbar zu Recht: Der britischen Polizei soll es gelungen sein, eine Bombenattrappe auf das Gelände zu schmuggeln.
Britischer Premier Cameron (2.v.l.) auf dem Olympiagelände: Sorgen um die Sicherheit

Britischer Premier Cameron (2.v.l.) auf dem Olympiagelände: Sorgen um die Sicherheit

Foto: WPA Pool/ Getty Images

London - Bald beginnt das größte Sportereignis des Jahres: Die olympischen Sommerspiele in London. 200 Tage vor dem Start sind die Organisatoren mit den Vorbereitungen fast fertig, doch die Kosten, der Transport und die Sicherheit bereiten ihnen noch Sorgen. So soll es britischen Polizisten gelungen sein, erfolgreich eine Bombenattrappe auf das Olympiagelände in zu schmuggeln.

Der Test der Polizei sei Teil der normalen Vorbereitungen, um bei Beginn der Spiele am 27. Juli die Sicherheit gewährleisten zu können, teilten die Organisatoren mit. Die für den Bau der Sportstätten verantwortliche Olympic Delivery Authority (ODA) wollte die Berichte weiter nicht kommentieren. Terroranschläge gelten als die größte Gefahr für die Spiele.

Am Montag hielt das britische Kabinett seine erste Sitzung im Jahr 2012 im Olympischen Park ab. Premierminister David Cameron sagte, bisher liefe alles nach Plan. Für sechs der acht Haupt-Spielstätten sei auch bereits die zukünftige Nutzung und Finanzierung gesichert. Allerdings mussten die Organisatoren erneut Probleme beim elektronischen Ticketverkauf einräumen. Das System blieb am Montag abgeschaltet. An diesem Dienstag sollen die Schlüssel für die Sportstätten des Olympiaparks an das Organisationskomitee übergeben werden.

"In 200 Tagen werden 15.000 Athleten und 20.000 akkreditierte Journalisten aus 200 Nationen entsandt", sagte der Chef des Organisationskomitees, Sebastian Coe. "Die Aufregung ist groß und wir raten der ganzen Nation, schon jetzt ihren Sommer zu planen", sagte Coe, Olympiasieger von Moskau 1980 und Los Angeles 1984 über 1500 Meter.

Die Kosten für die Spiele belaufen sich bisher auf 9,3 Milliarden Pfund (11,3 Milliarden Euro). 81 Millionen Pfund sollen allein die Eröffnungs- und Schlussfeier kosten. Die Choreographie bei den beiden Veranstaltungen plant der Star-Regisseur Danny Boyle ("Slumdog Millionaire").

Für die Sicherheit bei den Spielen wurden mehr als 23.000 Kräfte bereitgestellt, darunter 13.000 Soldaten der britischen Armee. Auf der Themse und im Ärmelkanal sollen Kriegsschiffe stationiert werden.

lgr/dpa/dapd
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