Passagiere sahen "Feuerbälle" Boeing 777 mit brennendem Triebwerk muss in Los Angeles notlanden

Die mehr als 340 Passagiere an Bord des Fluges nach Manila kamen mit dem Schrecken davon: Ihr Jet musste nach dem Start in Los Angeles umdrehen. Twitter-Videos zeigen dramatische Szenen.

Amateuraufnahme des Flugzeugs: "Alle Passagiere sind sicher"
REUTERS

Amateuraufnahme des Flugzeugs: "Alle Passagiere sind sicher"


Schon direkt nach dem Abheben war klar, dass mit dem Flugzeug etwas nicht stimmt. Ein TV-Sender in Los Angeles zeigte Aufnahmen der Maschine der Philippine Airlines, aus einem Triebwerk schlagen Flammen und Rauch. Trotz der spektakulären Bilder ging der Vorfall in Kalifornien glimpflich aus. Das Flugzeug konnte zum Startflughafen zurückkehren und landen.

"Alle Passagiere sind sicher und werden nun bei der Suche nach einem Ersatzflug unterstützt", sagte eine Sprecherin der Fluglinie. Die Crew des Flugs 113 auf dem Weg nach Manila hatte unverzüglich Alarm ausgelöst und die Boeing 777 zurück nach Los Angeles gesteuert. Bei der Landung wurde sie von einem Großaufgebot der Feuerwehr erwartet, der Flieger setzte jedoch problemlos wieder auf dem Boden auf. Zu diesem Zeitpunkt waren offenbar auch keine Flammen mehr zu sehen.

An Bord hatten sich 347 Passagiere und 18 Besatzungsmitglieder befunden. In anderen Meldungen ist von 342 Reisenden die Rede. "Man sah immer wieder Feuerbälle aus dem Triebwerk schießen, wie von einem Motorradauspuff", berichtet Andrew Ames, der den Vorfall vom Boden aus beobachtet hatte. "So etwas habe ich noch nie gesehen. Dann hat es einfach aufgehört. Und dann hat der Pilot auch schon das Manöver zur Umkehr eingeleitet."

Weder Boeing noch General Electric, der Hersteller des GE90-Triebwerks, wollten sich bisher zu den möglichen Ursachen für den bemerkenswerten Defekt äußern. Insgesamt befand sich das Flugzeug nach Angaben der Luftsicherung rund 45 Minuten lang in der Luft.

Boeing steht wegen Sicherheitsmängeln an seinen 737-Max-Maschinen derzeit unter erheblichem Druck. Nach mehreren Abstürzen sind die Jets mit einem weltweiten Flugverbot belegt. Der Hersteller versucht seitdem, technische Lösungen für die Probleme zu finden.

jok/AP/Reuters



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