Nach Petition mit 25.000 Unterstützern »Zu kleine« Busfahrerin aus Manchester darf weiterfahren

Tracey Scholes verlor ihren Job, weil sie in neuen Autos ihrer Firma nicht mehr an die Pedale kam. Nun hat sich die 1,52 Meter große Frau mit ihrem Arbeitgeber doch noch geeinigt: Sie darf morgens als Erste einen Bus wählen.
Ein Bus in Nordengland (Archivbild): Happy End für Tracey Scholes

Ein Bus in Nordengland (Archivbild): Happy End für Tracey Scholes

Foto: Christopher Furlong/ Getty Images

Tracey Scholes darf weiter Bus fahren. Zuvor hatte das Busunternehmen der 57-Jährigen aus Manchester gekündigt, weil sie mit 1,52 Metern zu klein für neu angeschaffte Busmodelle war.

Scholes hatte ihren Arbeitgeber darüber informiert, dass sie sich nach hinten lehnen muss, um die Außenspiegel sehen zu können, und dass sie dann nicht mehr an die Pedalen reicht. Ihr Arbeitgeber, die Firma Go North West, stellte Scholes zunächst frei, entließ sie dann mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist.

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Mehr als 25.000 Menschen hatten Scholes mit einer Petition unterstützt und forderten, dass sie ihren Job zurückbekommt. Nun konnte sich das Busunternehmen mit Scholes einigen. Sie kann nun ältere Busse fahren, die auf anderen Routen eingesetzt werden, und wird dabei keine Abstriche im Gehalt hinnehmen müssen, wie der »Guardian« berichtet.  Das Unternehmen hatte ihr zuvor ein ähnliches Angebot gemacht, allerdings mit weniger Arbeitsstunden und demnach auch mit einem niedrigeren Gehalt.

Scott Maynard, der Personalleiter der Firma, sagte in einer Erklärung, dass Scholes früher anfangen würde, damit sie einen Bus mit Außenspiegeln ihrer Wahl auswählen könne. »Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir Tracey behalten wollen, und wir sind froh, dass sie ihre Meinung geändert und sich entschieden hat zu bleiben«, sagte er.

Maynard betonte, dass es »keine Größenbeschränkungen bei der Einstellung gebe«, es arbeiteten mehrere Fahrer mit der gleichen Größe wie Scholes in dem Unternehmen. Es sei kategorisch falsch, dass sie irgendjemandem wegen der Körpergröße mit einer Kündigung gedroht hätten.

Ein Sprecher von Go North West hatte zuvor gesagt, Scholes sei ein geschätztes Mitglied des Teams und das Unternehmen habe »zahlreiche Vorschläge gemacht, um Scholes zu halten«, aber die Vorschläge seien abgelehnt worden. Dem Unternehmen sei nichts anderes übrig geblieben, als Scholes gehen zu lassen.

Das habe ihr das Herz gebrochen, sagte die Busfahrerin, die 34 Jahre lang für Go North West gearbeitet hatte. »Ich habe drei Kinder, bin Witwe und muss eine Hypothek abbezahlen«, sagte sie. »Ich kann keine Lohnkürzung hinnehmen.«

kha
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