Mazedonisch-griechische Grenze Polizei entdeckt fast 70 Flüchtlinge in Lastwagen

Sie kamen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Pakistan: In Mazedonien haben Sicherheitskräfte einen Transporter mit 69 Einwanderern gestoppt. Fast alle werden nun abgeschoben.


Die mazedonische Polizei hat einen Lastwagen gestoppt, in dem 69 Flüchtlinge versteckt waren. Die Insassen kamen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Pakistan und wollten weiter in die EU, wie das mazedonische Innenministerium mitteilte.

Polizeiangaben zufolge waren sie auf dem Weg von der mazedonischen Ortschaft Gevgelija an der Grenze zu Griechenland in die mazedonische Hauptstadt Skopje. Gevgelija liegt in der Nähe des Flüchtlingslagers Idomeni, wo nach griechischen Angaben aktuell immer noch knapp 9700 Flüchtlinge ausharren.

Die meisten der auf dem Lkw entdeckten Flüchtlinge wurden nach Griechenland zurückgebracht, nur sechs von ihnen wurden in einem Aufnahmelager in Mazedonien aufgenommen.

Flüchtlinge auch aus der Ostsee gerettet

Die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien ist seit Februar gesperrt und damit auch die Balkanroute, die seit dem Sommer 2015 von Hunderttausenden Flüchtlingen auf ihrem Weg in die EU genutzt worden war. Dennoch versuchen weiterhin täglich Flüchtlinge, in Autos oder Lastwagen über die Balkanländer weiterzukommen.

In Mazedonien, aber auch in Serbien werden regelmäßig Gruppen von Flüchtlingen aufgespürt, die örtliche Schlepper bezahlen, um auf anderen Wegen nach Europa zu gelangen.

Unterdessen wurden in Dänemark vier Flüchtlinge aus der Ostsee gerettet, deren Boot im Öresund gekentert war. Bei einer Wassertemperatur von acht bis zehn Grad Celsius hatten sie versucht, nach Schweden zu gelangen, um dort Asylanträge zu stellen. Zwei Flüchtlinge kamen nach Polizeiangaben aus Marokko, die Herkunft der anderen beiden war zunächst unklar.

Dänemark und Schweden hatten wegen der Flüchtlingskrise Anfang Januar Grenzkontrollen eingeführt. Versuche von Flüchtlingen, über die Ostsee nach Schweden zu gelangen, sind jedoch selten.

mxw/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.