Autobahnen in Mecklenburg-Vorpommern Polizei warnt vor Sandstürmen

Vor acht Jahren starben bei einer Massenkarambolage in einem Staubsturm in Mecklenburg-Vorpommern acht Menschen. Wegen der anhaltenden Trockenheit warnen die Behörden nun erneut.

Sandsturm nahe Hannover
Julian Stratenschulte/ DPA

Sandsturm nahe Hannover


Auf der Autobahn 20 zwischen Strasburg und Pasewalk sowie am Dreieck Wittstock von A24 und A19 gilt laut mecklenburg-vorpommerschem Verkehrsministerium wegen der Sandsturmgefahr für einige Stunden ein Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde: In Deutschlands nordöstlichstem Bundesland besteht derzeit eine erhöhte Gefahr durch Sandstürme.

An mehreren Autobahnabschnitten wurden wegen des trockenen und windigen Wetters Warnschilder mit den Hinweisen "Gefahrenstelle" und "Sandsturm" aufgestellt und teilweise die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt, wie die Polizei mitteilte. Auf der A24 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim sei die Höchstgeschwindigkeit wegen einer Baustelle ohnehin gesenkt. Dort seien zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt worden.

Hecken als Sandfang gefordert

Staubstürme sind bei Trockenheit, Wind und bloßen Feldern in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit. Vor acht Jahren hatte ein Staubsturm katastrophale Folgen: Auf der A19 ereignete sich in solch einem Sturm eine Massenkarambolage, bei der acht Menschen starben.

Dem Ministerium zufolge wurden seither verstärkt Landwirte beraten und ein landesweites Erosionsereignis-Kataster aufgebaut. Die Forderung von Umweltschützern nach mehr Feldhecken, um die Ackerkrume zurückzuhalten, wurde aber bislang nicht in größerem Stil umgesetzt.

apr/dpa



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