Corona-Lockerung Mecklenburg-Vorpommern lässt Tagestouristen wieder ins Land

Bislang drohen in Mecklenburg-Vorpommern Tagesbesuchern Bußgelder in Höhe von bis zu 2000 Euro. Nun fällt die Regel im Nordosten.
Polizist am Strand von Graal-Müritz Mitte August: Landesregierung wartete Schulstart ab

Polizist am Strand von Graal-Müritz Mitte August: Landesregierung wartete Schulstart ab

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Stefan Sauer / dpa

Mecklenburg-Vorpommern lässt ab dem 3. September auch Tagestouristen wieder ins Land. Das Einreiseverbot für Kurzbesucher aus anderen Bundesländern, das wegen der Corona-Pandemie verhängt worden war, kann dann aufgehoben werden, wie aus Teilnehmerkreisen der erweiterten Kabinettssitzung in Schwerin verlautete.

Auch die "Ostsee-Zeitung " und der NDR  berichten darüber. Ab Mitte kommender Woche sind damit auch Tagesausflüge an die Küsten des Landes wieder möglich.

Bislang drohen widerrechtlich einreisenden Tagesbesuchern Bußgelder in Höhe von bis zu 2000 Euro. Das Einreiseverbot wurde von potenziellen Besuchern scharf kritisiert.

Nur 62 Infektionen je 100.000 Einwohner

Auch Politiker im Nachbarland Schleswig-Holstein hatten sich besorgt über die Regelung geäußert. Dort waren die Strände im Hochsommer wegen fehlender Alternativen oft überfüllt. Gäste mit mindestens einer gebuchten Übernachtung durften bereits seit Mai wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Die Tourismusbranche im Nordosten drängt seit Langem auf eine Öffnung auch für Tagestouristen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte dies mit Verweis auf die Ansteckungsrisiken im Zuge von Schulstart und Kita-Öffnung jedoch bislang abgelehnt. Doch die geringen Infektionszahlen im Nordosten und das Ende der Hochsaison mit weniger Urlaubern im Land sorgte nun offenbar für ein Einlenken.

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Mit bislang 62 Infektionsfällen je 100.000 Einwohner seit Ausbruch der Seuche weist Mecklenburg-Vorpommern die geringste Quote bundesweit auf. Der Durchschnitt liegt bei 281. Die kritische Marke, ab der Corona-Maßnahmen in einem Landkreis verschärft werden müssen, liegt bei 50 Fällen auf 100.000 Einwohner - pro Woche.

apr/dpa
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