Nach starken Regenfällen in Ägypten Mehr als 500 Menschen von Skorpionen gestochen

Normalerweise regnet es in Assuan im Süden Ägyptens kaum. Anhaltende Niederschläge sorgten nun aber für Verwüstungen – und trieben giftige Tiere aus ihren Verstecken.
Ein im südlichen Ägypten lebender Skorpion (Archivbild)

Ein im südlichen Ägypten lebender Skorpion (Archivbild)

Foto: GORAN TOMASEVIC/ REUTERS

In Ägypten sind nach schweren Regenfällen Hunderte Menschen von Skorpionen gestochen worden. In Assuan im Süden des Landes habe starker Regen viele Skorpione und auch Schlangen aus ihren Verstecken getrieben, berichtete die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram. Skorpione hätten daraufhin mehr als 500 Menschen gestochen.

Bekannt für archäologische Stätten

Todesfälle habe es – anders als zunächst berichtet – nicht gegeben. Alle Betroffenen hätten ein Gegenmittel gegen das Gift der Skorpione erhalten, sagte Bildungs- und Forschungsminister Chalid Abdel Gaffar laut einer Mitteilung vom Samstag. Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in der Wüste hielten ausreichend Gegenmittel bereit.

Assuan liegt am Nil in Oberägypten und ist für seine beiden Staudämme sowie archäologische Stätten bekannt. Die Stadt ist auch bei Touristen sehr beliebt. Gewöhnlich regnet es dort so gut wie nie. Bei den seit Freitag anhaltenden Regenfällen wurden auch Lichtmasten und Bäume umgestürzt. Zeitweise waren außerdem der Schiffsverkehr auf dem Nil und auf dem Nassersee unterbrochen.

fla/dpa
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