Zum Inhalt springen

Vor Libyen Offenbar mehr als 200 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

Vor der libyschen Küste sind nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks wohl mindestens 239 Migranten ertrunken. Das hätten Überlebende den italienischen Behörden berichtet.
Geretteter Flüchtling auf Boot vor der libyschen Küste

Geretteter Flüchtling auf Boot vor der libyschen Küste

Foto: ANDREAS SOLARO/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Mittelmeer sind zwischen Libyen und Italien offenbar bei einem Unglück mehr als 200 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Mindestens 239 Menschen würden vermisst, teilte die Sprecherin des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Carlotta Sami, mit. Das hätten Überlebende berichtet, die auf die italienische Insel Lampedusa gebracht worden seien.

Bislang seien keine Leichen aus dem Mittelmeer geborgen worden, insgesamt sollen zwei Boote gekentert sein. Zu dem Unglück war es in der Nacht gekommen, wie der italienische Sender RAI berichtet . Insgesamt seien bei der Operation 318 Menschen gerettet worden. Mehrere der geretteten Flüchtlinge berichteten demnach, am Mittwochabend gegen 22 Uhr in Libyen abgelegt zu haben.

Insgesamt sind damit im Mittelmeer seit Januar 4220 Flüchtlinge ertrunken, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Internationale Organisation für Migration meldet. Vor Sizilien ertrinken regelmäßig Bootsflüchtlinge, die Passage über das offene Meer ist inzwischen die wichtigste Route für Migranten nach Europa.

Forum

Liebe Leserinnen und Leser,
im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf SPIEGEL ONLINE finden Sie unter diesem Text kein Forum. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Forumsbeiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Artikeln zu diesem Thema ein Forum. Wir bitten um Verständnis.

mxw/Reuters