Verunglückte Kletterer Schmelzender Schnee legt Leichen am Mount Everest frei

Jedes Jahr sterben Menschen bei dem Versuch, den Gipfel des Mount Everest zu erklimmen. Durch schmelzende Gletscher werden nun immer mehr Leichen freigelegt.

Mount Everest (Archiv)
AFP

Mount Everest (Archiv)


Tourenveranstalter am Mount Everest finden wegen abschmelzender Gletscher vermehrt tote Bergsteiger, das berichteten mehrere Medien. Etwa 200 Leichen sollen Schätzungen zufolge in der Region unter Schnee und Eis begraben liegen.

"Aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung schmelzen Schnee und Gletscher schnell, Leichen werden zunehmend freigelegt und von Kletterern entdeckt", sagte Ang Tshering Sherpa, der ehemalige Präsident der nepalesischen Bergsteiger-Vereinigung, dem Sender CNN. Seit 2008 habe allein sein Unternehmen sieben Leichen geborgen.

Tourenveranstalter fordern staatliche Unterstützung. "Wir können bei der Bergung helfen, brauchen dafür aber eine Genehmigung der Regierung", sagte Damber Parajuli, Vorsitzender des Verbandes für Reiseveranstalter.

Hunderte Bergsteiger versuchen alljährlich während der Saison zwischen April und Mai den weltweit höchsten Berg Mount Everest (8848 Meter) oder andere Gipfel des Himalaya zu erklimmen. Knapp 300 von ihnen sollen laut BBC schon gestorben sein. Todesursache sind Angaben der nepalesischen Bergsteiger-Vereinigung zufolge meist die Höhenkrankheit oder Stürze. Eine Bergung und Rückführung der Körper aus hohen Lagen sei oft mit zu großem Aufwand verbunden.

bbr/cop/dpa



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jamguy 25.03.2019
1. Tod am Berg
bin mal gespannt ob Sie Özis finden die das massiv zu bezwingen versuchten aus religiösen Motiven ?
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