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Hungerstreik in München Polizei räumt Protestcamp von Flüchtlingen

Seit Wochen protestieren 80 Flüchtlinge in München für ein Bleiberecht. Nun hat die Polizei angefangen, ihr Camp aufzulösen. Grund: Nach einem Hungerstreik wollen die Demonstranten nun auch aufs Trinken verzichten.
Polizisten bei der Räumung des Flüchtlingscamps am Sendlinger Tor in München

Polizisten bei der Räumung des Flüchtlingscamps am Sendlinger Tor in München

Foto: Matthias Balk/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Polizei in München hat mit der Räumung eines Protestcamps von Flüchtlingen in der Innenstadt begonnen.

Hintergrund ist, dass schon mehrere der Flüchtlinge im Hungerstreik im Krankenhaus versorgt werden müssen, die Teilnehmer auch aufs Trinken verzichten wollen und es in der Nacht kalt werden soll. "Eine Gefahr für Leib und Leben kann nicht mehr ausgeschlossen werden", sagte ein Polizeisprecher.

Zuvor hatte die Organisation "Refugee Struggle for Freedom" mitgeteilt, die etwa 80 Flüchtlinge wollten nach fünf Tagen im Hungerstreik nun auch aufs Trinken verzichten - wenn die Politik sie weiter ignoriere.

Die Flüchtlinge hatten unter anderem ein Bleiberecht und ein Ende von Abschiebungen in vermeintlich sichere Herkunftsländer gefordert. Bei einem Protestmarsch quer durch Bayern in den vergangenen Wochen waren sie unter anderem nach Nürnberg vors Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gezogen.

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