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01. April 2019, 10:19 Uhr

Nepal

Mindestens 27 Tote und Hunderte Verletzte nach Sturm

Im Himalaya-Staat Nepal sind bei einem schweren Gewitter mehrere Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Viele Krankenhäuser sind überfüllt, die Zahl der Opfer könnte laut Polizei noch steigen.

Bei einem Sturm in Nepal sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 600 weitere Menschen wurden durch das Unwetter verletzt, als es am Sonntagabend im Süden des Himalayastaates wütete, teilte das Innenministerium mit.

Im Bezirk Bara und angrenzenden Gebieten wurden Häuser zerstört, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen. "Der Wind hat alles mitgenommen, mein Haus und meine Familie", sagte der Dorfbewohner Ram Babu Patel, dessen Frau in dem Unwetter ums Leben kam.

"Der Sturm hat alles auf seinem Weg zerstört. Häuser haben keine Dächer mehr und alle Bäume sind umgestürzt", sagte der Helfer Prakash Tharu. Viele Menschen bräuchten dringend Lebensmittel und andere Hilfsgüter.

Die Krankenhäuser der Region waren völlig überfüllt. Regierungschef KP Sharma Oli sprach den Familien der Toten über den Onlinedienst Twitter sein Beileid aus und versprach eine bestmögliche Versorgung der Verletzten. Laut Baras Polizeichef Sanu Ram Bhattarai könnte die Zahl der Opfer noch steigen.

Die Regierung habe die Armee und die Polizei mobilisiert, sagte ein Sprecher des nepalesischen Innenministeriums. Mediziner und Nothelfer sowie Zelte und andere Hilfsgüter seien in das vom Sturm betroffene Gebiet an der indischen Grenze geschickt worden. Sieben lebensgefährlich Verletzte wurden demnach in die rund hundert Kilometer entfernte Hauptstadt Kathmandu geflogen.

Regengüsse kommen in Nepal im Frühling häufig vor, sie sind jedoch selten so stark. In der Monsunzeit von Juni bis September hingegen kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, bei denen jedes Jahr Hunderte Menschen sterben.

cop/dpa

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