Unwetter in Blankensee Hochzeitsgäste durch herabstürzenden Ast verletzt

Rund hundert Menschen haben in Mecklenburg-Vorpommern eine Hochzeit im Freien gefeiert. Bei stürmischem Wind fiel ein Ast aus vier Meter Höhe auf die Gruppe: Acht Menschen wurden verletzt.

Feuerwehrleute arbeiten nach einem Unwetter an einem umgestürzten Baum in Brandenburg
Julian Stähle/ DPA

Feuerwehrleute arbeiten nach einem Unwetter an einem umgestürzten Baum in Brandenburg


Durch einen herabstürzenden Ast sind in Blankensee in der Nähe von Neubrandenburg mehrere Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft schwer verletzt worden. Der Ast war laut Polizei am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr aufgrund einer Windböe aus einer Höhe von rund vier Metern heruntergefallen. Drei Frauen und vier Männer wurden dabei schwer verletzt, ein weiterer Mann leicht.

Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge rund hundert Hochzeitsgäste auf dem Platz im Ortszentrum von Blankensee im südlichen Mecklenburg-Vorpommern. Die Verletzten seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Elf Verletzte durch abgebrochene Baumkrone

Auch in Oranienburg (Brandenburg) sind einige der rund 170 Besucher einer Feier verletzt worden: Nach Angaben der Feuerwehr brach am Mittwochabend durch starke Windböen eine Baumkrone ab, elf Menschen wurden verletzt. Ersten Erkenntnissen zufolge soll es sich um leichte Verletzungen handeln.

Dunkle Gewitterwolken ziehen über Brandenburg
Jens Büttner/ DPA

Dunkle Gewitterwolken ziehen über Brandenburg

Am Mittwoch hatten in Deutschland teils schwere Unwetter geherrscht. In Berlin mussten am Abend für knapp zwei Stunden alle Fernzüge am Hauptbahnhof stehen bleiben. Durch das Gewitter seien technische Anlagen beschädigt worden, hieß es. Zudem wurden Straßen zeitweise überflutet, auf dem Wannsee kenterten Boote.

Am Donnerstag soll sich die Lage beruhigen: Bundesweit sei die Unwettergefahr deutlich geringer als noch am Mittwoch, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Insgesamt wird es demnach am Donnerstag etwas kühler in Deutschland. Die Spitzenwerte liegen nach DWD-Angaben bei 28 Grad, etwa in Berlin. Auch in Bayern, entlang der Donau könne es ähnlich warm werden. Im Westen werde es deutlich kühler, wie auch schon in den Tagen zuvor. Vereinzelte Gewitter und größere Regenmengen, etwa im Schwarzwald, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern könnten für den Donnerstag aber nicht ausgeschlossen werden.

aar/dpa/AFP



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