Neue Bilanz Tsunami in Japan tötete fast 19.300 Menschen

Die japanische Polizei hat eine neue Opferstatistik zum Tsunami vom März 2011 veröffentlicht. Demnach starben bei der Naturkatastrophe offenbar mehr als 19.000 Menschen. Nach etlichen Leichen wird noch immer gesucht.

Tsunami in Japan: Tausende Menschen starben im März 2011
REUTERS/ Kyodo

Tsunami in Japan: Tausende Menschen starben im März 2011


Hamburg - Bei dem Tsunami in Japan im vergangenen März sind einer neuen Bilanz zufolge vermutlich fast 19.300 Menschen ums Leben gekommen. In dem Katastrophengebiet im Nordosten sei seit dem Erdbeben und der anschließenden Flutwelle am 11. März der Tod von insgesamt 15.844 Menschen bestätigt worden, teilte die Polizei mit. Zehn Monate nach der Katastrophe werden noch immer 3450 Menschen vermisst. Die Suche nach Leichen dauere an.

Am 11. März 2011 hatte zunächst ein Erdbeben der Stärke 9.0 Japan erschüttert. Das Beben, dessen Epizentrum sich unter dem Meer östlich der Küste befand, löste eine riesige Flutwelle aus.

Sie zerstörte ganze Dörfer und Städte entlang der Küste und drang bis weit ins Landesinnere vor. Zudem beschädigte sie die Kühlsysteme des Atomkraftwerks von Fukushima. Dies führte dazu, dass sich mehrere Reaktoren überhitzten. Große Mengen radioaktiver Stoffe gelangten in die Umwelt. Das Unglück gilt als die schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl.

nga/dpa



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