Großeinsatz in Amsterdam Entwarnung in Schiphol - Pilot löste versehentlich Alarm aus

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, der Flughafen Schiphol teilweise gesperrt. Nun ist klar: Ein Pilot hatte irrtümlich einen Alarmknopf gedrückt - die Fluggesellschaft entschuldigte sich.

Schiphol International Airport: Alarmsituation aufgehoben
Peter Dejong/ DPA

Schiphol International Airport: Alarmsituation aufgehoben


Die "verdächtige Situation" in einem Flugzeug auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol hat sich als Fehlalarm herausgestellt.

Nach Angaben der spanischen Fluggesellschaft Air Europa sei die Warnung vor einer Entführung während des Boardings-Prozesses irrtümlich ausgelöst worden. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend auf Twitter mit. Nichts sei passiert, man bitte um Entschuldigung.

Die Flughafenverwaltung hatte laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zunächst von einer "ernsten Lage, die große Auswirkungen auf die Bevölkerung haben kann" gesprochen. Laut Fernsehsendern sollen 27 Passagiere an Bord gewesen sein. Eine Stunde später meldete die Polizei, alle Insassen hätten die Maschine sicher verlassen.

Rettungsdienste und die niederländische Grenzpolizei waren mit einem Großaufgebot ausgerückt. Der niederländischen Fernsehsender NOS berichtete, dass ein Teilbereich des Flughafens geräumt worden sei. Autos mit abgedunkelten Scheiben seien zum Gate D5 gefahren. Der Journalist Peter Vandermeersch schickte per Tweet ein Foto von provisorischen Absperrungen und einem leeren Terminal:

Nach Informationen des "Algemeen Dagblad" war ein schwer bewaffnetes Spezialkommando der Polizei vor Ort. Zwei Rettungshubschrauber seien unterwegs. Laut "Algemeen Dagblad" sollte die betroffene Maschine gegen 19 Uhr nach Madrid fliegen. Es sei um ein Flugzeug der spanischen Gesellschaft Air Europa, Flug UX1094 gegangen. Offenbar wurde ein sogenannter Grip3-Alarm ausgerufen: Bei dieser dritthöchsten Alarmstufe ist das Leben von zahlreichen Personen an einem Ort bedroht.

Schiphol gehört zu den wichtigsten europäischen Flughäfen und fertigt pro Jahr mehr als 70 Millionen Passagiere ab. Die spanische Flughafenverwaltungsgesellschaft AENA teilte mit, die für 21.55 Uhr vorgesehene Landung des Fluges UX1094 in Madrid werde nun für etwa 23.50 Uhr erwartet.

jok/dpa/Reuters



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