Nach Brand Parlament besiegelt Gesetz zum Wiederaufbau von Notre-Dame

Das französische Parlament hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, der den Wiederaufbau Notre-Dames innerhalb von fünf Jahren ermöglichen soll. Kritik gibt es an den nun gebilligten Ausnahmeregelungen.

Notre-Dame: Warten auf den Wiederaufbau
Philippe Wojazer/REUTERS

Notre-Dame: Warten auf den Wiederaufbau


Ungefähr drei Monate nach dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat das französische Parlament das Gesetz zum Wiederaufbau beschlossen. Es stimmte der Vorlage mehrheitlich zu.

Mit dem Gesetz will die Regierung von Präsident Emmanuel Macron eine Instandsetzung innerhalb von fünf Jahren ermöglichen, pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris.

Mitte Mai hatte die Nationalversammlung das Gesetz für einen raschen Wiederaufbau der Kathedrale gebilligt, Ende Mai der Senat. Das Gesetz sieht Ausnahmen beim Denkmal- und Umweltschutz sowie öffentlichen Ausschreibungen vor. Die Ausnahmeregeln für den Wiederaufbau von Notre-Dame sind umstritten, Experten warnen vor einem überstürzten Vorgehen bei dem mehr als 850 Jahre alten Kathedrale.

Zudem regelt das Gesetz den Umgang mit den Spenden und ihre Absetzbarkeit. Rund 850 Millionen Euro haben Spender für den Wiederaufbau zugesagt, davon ist bisher aber nur ein Teil bei den von der Regierung beauftragten Stiftungen eingegangen.

Bei dem Brand Mitte April waren das Dach und der Spitzturm der Kathedrale zerstört worden. Zum Zeitpunkt des Brandes waren Bauarbeiten am Dach im Gang.

bbr/AFP

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