Nordrhein-Westfalen Trauernde blockieren Straße und schlagen Autofahrer

Besucher einer Trauerfeier haben in Hagen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Autofahrer hatte sich beschwert, dass die Teilnehmer die Straße blockierten - und wurde verprügelt.


Eine etwa 80 Personen umfassende Trauergemeinde hat im westfälischen Hagen zunächst eine Straße blockiert und dann einen Polizeieinsatz provoziert.

Als ein Autofahrer am Dienstag gegen 16.45 Uhr versuchte, die Boeler Straße in Richtung Innenstadt zu passieren, wurde er von der Menschenmenge aufgehalten. Der 35-Jährige bat die Gäste der Trauerfeier, die Straße frei zu machen. Daraufhin wurde er laut Polizei "von mindestens drei Personen aus der Gruppe geschlagen und getreten".

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich die Gruppe vor dem Haus eines jungen Mannes getroffen, der gestorben war.

Da inzwischen auch mehrere Notrufe von Anwohnern bei der Polizei eingegangen waren, fuhren zehn Beamte zum Einsatzort. Die Polizisten beruhigten die Lage und ließen den im Gesicht verletzten Autofahrer ins Krankenhaus bringen. An seinem Fahrzeug entstand ein leichter Sachschaden.

Die Polizei bat die Öffentlichkeit um Mithilfe und veröffentlichte eine Personenbeschreibung des mutmaßlichen Schlägers. Er ist demnach 35 bis 45 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß und trägt Glatze.

ala/dpa



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