Österreich Flüchtlinge auf Güterzug von Lastwagen überfahren
Die zwei Flüchtlinge, die österreichische Polizisten auf einem Güterzug gefunden hatten, sind anders als zunächst angenommen nicht erfroren. Zwar seien die Verunglückten wegen der Kälte beeinträchtigt gewesen, sagte der Leiter des Landeskriminalamts (LKA) Tirol, Walter Pupp. Nach der Obduktion stünde fest, dass sie tödlich verletzt wurden, als die auf dem Güterzug transportierten Lastwagen losfuhren.
Der Mann und die Frau waren in der Nacht zu Samstag im Bahnhof Wörgl überrollt worden. "Durch die Kälte hatten sie offenbar nicht mitbekommen, dass die Lkw starteten", sagte LKA-Chef Pupp. Das Starten der Hydraulik dauere in der Kälte üblicherweise 15 Minuten.
Die Flüchtlinge seien zuvor mindestens 100 Kilometer lang auf dem Güterzug mitgefahren - durch die winterlichen Alpen und über den fast 1400 Meter hohen Brenner.
Der Lkw-Fahrer hatte die Migranten nach LKA-Angaben in der Nacht aufgrund der Dunkelheit nicht gesehen. Ein weiterer Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Die Identität der Opfer ist noch immer unklar. "Wir wissen noch immer nicht, wer sie sind oder woher sie kommen", sagte Pupp. Der Zug war am Freitag im italienischen Verona losgefahren.
Liebe Leserinnen und Leser,
im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf SPIEGEL ONLINE finden Sie unter diesem Text kein Forum. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Forumsbeiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist.
Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Artikeln zu diesem Thema ein Forum. Wir bitten um Verständnis.