Corona-Regeln in Österreich Skiurlaub diesen Winter ohne Après-Ski

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat neue Regeln für die Skisaison vorgestellt. Gedrängtes Stehen in Bars soll es nicht mehr geben.
Österreichischer Skiort Ischgl (Archiv): Corona-Hotspot im Frühjahr

Österreichischer Skiort Ischgl (Archiv): Corona-Hotspot im Frühjahr

Foto: JAKOB GRUBER / AFP

In Österreich wird es im kommenden Winter in den Skigebieten kein Après-Ski in seiner bisherigen Form geben. Gedrängtes Stehen soll es in Bars und auf Terrassen nicht mehr geben, Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden. "Skivergnügen ja, aber ohne Après-Ski", sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Ziel sei es, einen sicheren Wintertourismus zu ermöglichen.

Die Après-Ski-Regeln sind Teil eines Gesamtkonzepts für den Ski-Tourismus. An den Seilbahnen und Liften soll wie im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht gelten. Zudem müssen Ski- und Snowboardfahrer beim Anstellen künftig den Ein-Meter-Sicherheitsabstand einhalten. Skischulen sollten höchstens zehn Schüler pro Gruppe haben und die Durchmischung zwischen Gruppen verhindern, kündigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) an. Außerdem sollen sich auch Skilehrer und Reisebegleiter zusätzlich zu Hotelmitarbeitern regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen.

In Lokalen darf nur an Tischen gegessen und getrunken werden. Tanz oder Bewegung im Stehen auf engem Raum sei hingegen ein Infektionsrisiko und könne nicht erlaubt werden. Auch Alkohol darf nur noch im Sitzen am Tisch konsumiert werden, nicht mehr im Stehen an der Theke. Weihnachtsmärkte sollen allerdings im Dezember stattfinden können, da sie sehr wichtig für Städte seien.

Bei Partys im für seine Après-Ski-Szene berühmten Tiroler Skiort Ischgl  hatten sich in der vergangenen Saison viele Touristen gerade auch aus Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.

mjm/dpa
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