Oktoberfest in München "Ozapft is", Folge 173

Münchens Oberbürgermeister Ude hat heute Mittag das Oktoberfest in München eröffnet. Schon Stunden vorher strömten Tausende Menschen auf die Theresienwiese, um von Anfang an beim größten Volksfest der Welt dabei zu sein - obwohl das Bier so teuer ist wie nie zuvor.


München - In München hat heute um Punkt 12 Uhr das Oktoberfest begonnen. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) eröffnete die 173. Wiesn und zapfte mit drei Schlägen das erste Fass an.

Bei spätsommerlichem Wetter drängten sich zum Auftakt Tausende Besucher auf dem Festgelände auf der Theresienwiese. Das größte Volksfest der Welt dauert bis zum 3. Oktober - wegen des Feiertages zwei Tage länger als üblich. Insgesamt werden sechs Millionen Gäste aus aller Welt erwartet.

Ude überreichte die erste Mass traditionsgemäß dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) und stieß mit ihm "auf eine friedliche Wiesn" an. Der Ministerpräsident und seine Frau Karin waren gemeinsam mit den Festwirten auf blumengeschmückten Wagen eingezogen.

Mit bis zu 7,50 Euro für eine Mass erreichen die Bierpreise auf dem Oktoberfest einen Rekord. Bier ist damit im Schnitt um 3,7 Prozent teurer als 2005. Im vergangenen Jahr tranken die rund 6,1 Millionen Wiesn-Gäste etwa sechs Millionen Mass Bier und verspeisten neben einer halben Million Hendln und Tausenden von Schweinswürstln 95 gebratene Ochsen.

Erstmals wird es auf dem Oktoberfest in diesem Jahr rauchfreie Zonen in den Zelten geben. Weitergeführt wird auch das Konzept der "sanften Wiesn". Eckpunkte sind neben Familienangeboten eine Musiklautstärke von maximal 85 Dezibel bis 18 Uhr. "Bierzelte sind keine Discotheken", hat Wiesnchefin Gabriele Weishäupl mehrfach klargestellt.

Insgesamt sind rund 650 Marktkaufleute, Schausteller und Gastronomiebetriebe zugelassen. Rund 12.000 Kellnerinnen, Budenbetreiber, Köche und Helfer an Fahrgeschäften kümmern sich um den reibungslosen Ablauf. Einige historische Fahrgeschäfte wie die Krinoline und der Kettenflieger werden heutzutage nur noch auf dem Oktoberfest aufgebaut.

kaz/ddp/dpa/AP



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