Ominöser Unfall Susanne Osthoff von Auto angefahren

Die Archäologin und ehemalige Irak-Geisel Susanne Osthoff ist im arabischen Golfstaat Bahrein bei einem Autounfall verletzt worden. Sie wurde ambulant behandelt. Über den Unfallhergang ist bisher nichts bekannt.


München - Die am 18. Dezember 2005 aus irakischer Geiselhaft befreite Osthoff sei in Bahrein von einem Auto angefahren worden und habe sich dabei einen Arm gebrochen, bestätigte Klaus Wiendl vom ARD-Magazin "Report München" SPIEGEL ONLINE. Wiendl beruft sich auf drei namentlich nicht genannte Quellen aus Osthoffs engstem Freundeskreis. Demnach ereignete sich der Unfall bereits in der vergangenen Woche. "Frau Osthoff ist im Krankenhaus behandelt und inzwischen wieder entlassen worden", so Wiendl.

Susanne Osthoff: Rätselraten um Autounfall
AP

Susanne Osthoff: Rätselraten um Autounfall

Über die näheren Umstände des Unfalls konnte Wiendl nichts sagen. Auch wisse er nicht, ob Frau Osthoff sich zurzeit noch in Bahrein aufhalte. Spekulationen um einen möglichen Anschlag auf die umstrittene Ex-Geisel, wie sie die "Bild"-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe formulierte, wollte er nicht bestätigen.

Osthoff hatte nach ihrer Befreiung aus der Geiselhaft mit einer Reihe von Interviews für Aufregung gesorgt. Dabei hatte sie unter anderem indirekt eingeräumt, zu Mitarbeitern des Bundesnachrichtendienstes im Irak Kontakt gehabt zu haben. "Kennt sie Agenten, die sie nicht kennen sollte, besitzt sie Papiere, die sie nicht besitzen sollte? Sie hat vor irgendetwas eine Heidenangst. Aber sie schweigt darüber", orakelt "einer, der Osthoff kürzlich traf" in der "Bild"-Zeitung.

Für weitere Verwirrung hatten zuletzt Berichte gesorgt, wonach Osthoff bei ihrer Befreiung einen Teil des für sie entrichteten Lösegeldes bei sich geführt habe. Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp soll die Bundesregierung rund fünf Millionen Dollar an die Entführer gezahlt haben. Dies wurde von offizieller Seite immer bestritten.



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