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Posthume Befriedigung: Ein Bronze-Bär für Robert Gernhardt

Foto: Hubert Jelinek/ dpa

Onanierender Kragenbär für Robert Gernhardt Bald steht er

Einen hoch auf Robert Gernhardt: Einige Debatten hat das geplante Denkmal für den Satiriker in Göttingen schon ausgelöst. Jetzt hat der Kulturausschuss der Stadt zugestimmt, einen onanierenden Kragenbären, nun ja, aufzurichten.

Göttingen - Bald wird mitten in Göttingen wohl die Statue eines onanierenden Kragenbärs stehen, zu Ehren des großen Satirikers Robert Gernhardt. Denn einst hatte der Mitgründer des Magazins "Titanic" getextet: "Der Kragenbär, der holt sich munter/ einen nach dem anderen runter". Mit ebenjenem Tier soll dem Meister des Komischen nun ein Denkmal gesetzt werden.

Seit Monaten werden in Göttingen lebhafte Debatten über die Aufstellung des bronzenen Ungetüms geführt, das die Größe einer Waschmaschine haben soll. Zuletzt sollte der Kulturausschuss des Stadtrats entscheiden. Dieser hat nun fast einstimmig für den fummelnden Bären gestimmt - nur eines von neun Mitgliedern stimmte dagegen. Das teilte der Leiter des städtischen Fachbereichs Kultur, Hilmar Beck, mit. Nun müsse die Finanzierung noch geklärt werden. Es gebe bereits Spender.

Ein Künstler muss indes nicht mehr gefunden werden, denn die Statue gibt es bereits. Sie wurde vom Kasseler Bildhauer Siegfried Böttcher gefertigt. "Ich habe auf Details im Schritt bewusst verzichtet", sagte der Künstler. Auch Gernhardts Witwe hat er den 16 Zentimeter großen Entwurf schon präsentiert: "Sie findet's gut."

Wenn nichts mehr dazwischenkommt, wird die Bronzeskulptur bald den Robert-Gernhardt-Platz Platz schmücken- mitten in Göttingen, wo der Schriftsteller lange gelebt hat.

jbe/dpa
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