Bei Paderborn Verdächtige nach Brand von Flüchtlingsunterkunft festgenommen

In einem Flüchtlingsheim in der Nähe von Paderborn ist ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurden mindestens 57 Menschen verletzt. Fünf verdächtige Bewohner der Unterkunft wurden später festgenommen.

Feuerwehrleute löschen den Brand in Hövelhof-Staumühle
DPA

Feuerwehrleute löschen den Brand in Hövelhof-Staumühle


Nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft im ostwestfälischen Hövelhof-Staumühle sind fünf Bewohner festgenommen worden. Sie stünden im Verdacht, "an Matratzen gezündelt zu haben", sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei.

Bei dem Brand am Mittwoch waren mindestens 57 Bewohner verletzt worden, einer von ihnen schwer. Rettungskräfte brachten 30 Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser, sagte eine Sprecherin des Kreises Paderborn.

24 Menschen wurden demnach vor Ort behandelt, darunter zwei Feuerwehrleute. Sie erlitten leichte Schnitt- und Rückenverletzungen. Die Polizei sprach von 27 Menschen, die vor Ort betreut werden mussten. Die Feuerwehr konnte die Flammen am Abend löschen.

Der Brand sei am Nachmittag in einer der ehemaligen Militärbaracken ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Polizei Paderborn. "Das Gebäude ist nahezu komplett abgebrannt." Es gebe keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund. In der Unterkunft leben nach Angaben des Kreises insgesamt etwa 500 Flüchtlinge.

asc/dpa/AP



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.