Unwetter am Mittelmeer Frau auf Mallorca von Palme erschlagen

Herbststurm "Amélie" hat schwere Schäden in Südwesteuropa verursacht. In Nizza wurde eine Seniorin verschüttet. Mindestens zwei Menschen starben.

Unwetter über der spanischen Insel Mallorca: Auch Frankreich und Italien betroffen
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Unwetter über der spanischen Insel Mallorca: Auch Frankreich und Italien betroffen


Auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca ist eine Frau bei einem schweren Sturm von einer Palme erschlagen worden. Ein Augenzeuge sagte der "Mallorca Zeitung", sie sei von dem Baum am Kopf getroffen worden.

Das Unglück ereignete sich am Sonntag in der Nähe der Kathedrale in der Hauptstadt Palma, wie die örtliche Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf die Behörden mitteilte. Mehrere Menschen hatten laut "Mallorca Zeitung" vergeblich versucht, der Frau zu helfen. Auch Wiederbelebungsversuche von Rettungssanitätern seien vergeblich gewesen.

Überschwemmungen und Stromausfälle

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb von einer "schrecklichen Nachricht von den Balearen" und sprach der Familie der Toten sein Beileid aus. Die Palmen in der Region seien erst kürzlich überprüft worden, zitierten Medien die für Infrastruktur zuständige Stadträtin Angélica Pastor. Nun sollen die Bäume erneut inspiziert werden.

Im französischen Nizza wurde durch das Unwetter eine Seniorin getötet. Die Leiche der 71-Jährigen wurde am Montag auf dem Grundstück hinter ihrem Haus gefunden. Sie konnte nach einem Erdrutsch am Sonntag nur noch tot geborgen werden, wie die Rettungskräfte mitteilten. Wegen heftigen Regens hatte eine Schutzmauer nachgegeben, tonnenweise Erde fiel auf das Grundstück.

Der Durchzug des heftigen Herbststurms "Amélie" hat auch in weiteren Ländern zu schweren Schäden geführt. An der französischen Atlantikküste waren dem Stromversorger Enedis zufolge rund 140.000 Haushalte zeitweise ohne Strom. Dort sowie in der norditalienischen Region Ligurien wurden durch starke Regenfälle zahlreiche Straßen und Häuser unter Wasser gesetzt, Bäume wurden entwurzelt. In den Bergregionen des Piemont schneite es.

Sturmtief "Amélie" hatte es in der Nacht dem Wetterdienst Météo France zufolge auf Windgeschwindigkeiten von 163 Kilometern pro Stunde gebracht. Dieser Wert wurde bei Cap Ferret südwestlich von Bordeaux gemessen. Auf der Ile de Ré weiter nördlich wurden Windstärken von 139 Stundenkilometern gemessen. Selbst im Landesinneren in Bordeaux hatte der Wind eine Stärke von 121 Stundenkilometern.

apr/dpa/AFP



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