Hornstöße und Gehirnerschütterungen Mehrere Schwerverletzte bei Stiertreiben in Pamplona

Das Stiertreiben im spanischen Pamplona ist hoch umstritten - und zieht doch jedes Jahr Tausende von Touristen in die Stadt: Beim Auftakt der Hatz behandelte das Rote Kreuz insgesamt mehr als 50 Menschen.

JIM HOLLANDER/EPA-EFE/REX

Die Stiere durchbohrten drei Läufer mit ihren Hörnern, zwei erlitten eine Gehirnerschütterung: Das ist die Bilanz des Auftakts der weltbekannten und umstrittenen Stierhatz im spanischen Pamplona. Die fünf Männer mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Bei zwei der aufgespießten Männer handele es sich laut Angaben der behandelnden Klinik um Amerikaner, von denen einer - ein 23-Jähriger aus Kentucky - am schwersten verletzt worden sei. Insgesamt behandelte das Rote Kreuz 53 Menschen.

Die Hatz - auf Spanisch "Encierro" - dauerte zwei Minuten und 41 Sekunden und war damit Medienberichten zufolge vergleichsweise schnell. Gleich mehrere Läufer stürzten auf der 875 Meter langen Strecke, auch ein Stier lag zeitweise am Boden. Die Tiere seien zwischen 540 und 615 Kilo schwer gewesen, berichtete der Sender RTVE.

Das in Spanien nach wie vor sehr populäre Stiertreiben durch die engen Gassen der nordspanischen Stadt wird live im Fernsehen übertragen. Bis zum 14. Juli werden täglich sechs Kampfbullen sowie mehrere Leitochsen für die Stierkämpfe am Abend in die Arena gejagt.

Für die Tiere endet das Spektakel tödlich: Am Abend kämpfen Matadoren gegen die Bullen bei der sogenannten "Corrida" - und bringen sie schließlich um. Tierschützer hatten deshalb wie jedes Jahr im Vorfeld gegen die Veranstaltung protestiert.

lmd/dpa/Reuters



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