Pandas für Berliner Zoo Träumchen und Schätzchen sind da

Nach fünf Jahren ziehen wieder Pandabären im Berliner Zoo ein. Die beiden Tiere kommen aus China - und sind auch Teil fernöstlicher Diplomatie.

Pandabär Träumchen
DPA

Pandabär Träumchen


Der Berliner Zoo kann künftig als einziger Tierpark Deutschlands wieder Pandabären zeigen. Die beiden chinesischen Riesenpandas - Weibchen Meng Meng (Träumchen) und Männchen Jiao Qing (Schätzchen) - sind in der Hauptstadt angekommen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der chinesische Botschafter Shi Mingde empfingen die Maschine mit den Tieren am Flughafen Schönefeld

"Wir freuen uns, dass Berlin nun um eine Attraktion reicher ist", sagte Müller. "Pandas sind etwas Besonderes, und sie gehören nach Berlin." Im Jahr 2012 war Panda Bao Bao aus dem Zoo gestorben. Danach habe man das Gefühl gehabt, es fehle etwas, sagte Müller. Die Bären beziehen ein neun Millionen Euro teures neues Gehege mit chinesischen Pavillons, roten Laternen und einem Kletterspielplatz.

Neue Bären für Berlin

Die schwarz-weißen Tiere stammen aus der Zuchtstation Chengdu im Südwesten Chinas. Sie sind Leihgaben auf 15 Jahre, die auch als Teil der chinesischen Diplomatie verstanden werden, mit denen das Land wirtschaftliche Beziehungen kultiviert. Der Reise waren lange Verhandlungen vorausgegangen.

Chinas Botschafter Shi Mingde sagte: "Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne Pandas ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben der Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität."

sms/dpa/AFP



insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
M. Vikings 24.06.2017
1. Super. Zwei Tiere extra für den Knast gezüchtet.
Der Arterhaltung dient das leider nicht, da die Art in China nach wie vor massiv bedroht ist. Chinas Botschafter Shi Mingde sagte: "Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne Pandas ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben der Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität." Dem ist leider nicht so. Priorität hat die kommerzielle Vermarktung. Die in dieser Zuchtanstalt gezüchteten Tiere kann man auch nicht auswildern, da sie zu sehr auf den Menschen geprägt sind. Für die Arterhaltung wird in China wohl zu wenig getan.
blurps11 24.06.2017
2.
Zitat von M. VikingsDer Arterhaltung dient das leider nicht, da die Art in China nach wie vor massiv bedroht ist. Chinas Botschafter Shi Mingde sagte: "Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne Pandas ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben der Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität." Dem ist leider nicht so. Priorität hat die kommerzielle Vermarktung. Die in dieser Zuchtanstalt gezüchteten Tiere kann man auch nicht auswildern, da sie zu sehr auf den Menschen geprägt sind. Für die Arterhaltung wird in China wohl zu wenig getan.
Da sollten Sie sich vielleicht nochmal genauer informieren. Nur zu, es gibt im Netz genug Material dazu.
ein-berliner 24.06.2017
3. Was heisst hier Geschenk?
Für die Leihgabe wird jährlich 1 Million Euro fällig unabhängig von den Millionen an Baukosten und der laufenden Unterhaltungskosten der Haltung. Berlin hat ja keine anderen Probleme mit Geld.
M. Vikings 24.06.2017
4. Ich weiß, die züchten auch zur Auswilderung.
Zitat von blurps11Da sollten Sie sich vielleicht nochmal genauer informieren. Nur zu, es gibt im Netz genug Material dazu.
Aber das findet an einem anderen Ort statt. Das Ganze ist deutlich komplizierter und ändert nichts Wesentliches an der Bedrohungslage, weil auch der Lebensraum der Pandas immer weiter beschnitten wird.
brotherandrew 24.06.2017
5. Also, ...
... ein Geschenk sind die Tiere nicht. Sie sollen hier auch Nachkommen zeugen, die dann wieder nach China zurückgebracht werden. M. Vikings Bemerkung zur Arterhaltung dieser Tiere sind in keinster Weise von Sachkenntnis getrübt. Chinas unternimmt sowohl bei wildlebenden Pandas als auch in Aufzuchtstationen erhebliche Anstrengungen, um den Fortbestand des Großen Pandas zu sichern. Hierfür wird auch die Leihgebühr von 1 Mio. Euro/Jahr verwendet.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.