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Missbrauch in der katholischen Kirche Opfervertreter attackiert Papst – und fordert Entschädigungen

»Eure Reue ist billig«: Die Betroffeneninitiative »Eckiger Tisch« wendet sich mit scharfer Kritik an Papst Franziskus. Dessen Umgang mit dem Rücktrittsgesuch des Münchner Erzbischofs Marx sei enttäuschend.
aus DER SPIEGEL 29/2021
Opfervertreter Katsch: »Sehr enttäuscht«

Opfervertreter Katsch: »Sehr enttäuscht«

Foto: Gregor Fischer/ dpa

Der Sprecher der Betroffeneninitiative »Eckiger Tisch«, Matthias Katsch, kritisiert Papst Franziskus scharf für dessen Umgang mit der Aufarbeitung von kirchlichem Missbrauch. In einem Brief an den Vatikan zeigt sich Katsch »sehr enttäuscht«, dass Franziskus das Rücktrittsgesuch des Münchner Erzbischofs Reinhard Marx Anfang Juni »postwendend« abgelehnt habe.

Aus: DER SPIEGEL 29/2021

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Kardinal Marx hatte mit dem Gesuch nach eigener Aussage ein Zeichen der Verantwortung in der Missbrauchskrise setzen wollen. »Eure Reue ist billig«, schreibt Katsch. Und sie bleibe für die Betroffenen »folgenlos«. Er fordert vom Papst ein weltweites »Aufklärungs- und Untersuchungsprojekt« anhand der Akten aus vatikanischen Archiven.

Er verlangt von Franziskus finanzielle Entschädigungen für die Opfer und eine »Kultur des Zuhörens«. Der Papst solle die Betroffenen zu einem Treffen in den Vatikan einladen, so Katsch.

bhr
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