Papst Franziskus warnt vor Pornografie »So tritt der Teufel ein«

Es sei ein Laster, das auch viele Priester und Nonnen hätten: Papst Franziskus hat vor digitaler Pornografie gewarnt – sie schwäche den Geist.
Papst Franziskus

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Foto: IMAGO/Evandro Inetti / IMAGO/ZUMA Wire

Das Zölibat in der katholischen Kirche wird schon lange diskutiert – Papst Franziskus will bislang nichts an der Regelung ändern. Nun hat sich der Pontifex zu einem anderen Aspekt der Sexualität geäußert. Bei einem Treffen mit Seminaristen – also angehenden Priestern – in Rom sagte er, jeder solle darüber »nachdenken, ob er schon einmal in die Versuchung der digitalen Pornografie geraten ist«. Dabei handele es sich um ein Laster, das auch viele Priester und Nonnen hätten.

»So tritt der Teufel ein«, mahnte der 85 Jahre alte Argentinier. Er spreche nicht nur von »krimineller Pornografie«, wie jener mit Missbrauch von Kindern, sondern auch von der »einigermaßen normalen Pornografie«.

»Das reine Herz darf solche pornografischen Informationen nicht empfangen«

Der Papst mahnte die in Rom studierenden Kirchenmänner, sich vor Pornografie in Acht zu nehmen. »Das reine Herz, das Jesus jeden Tag empfängt, darf solche pornografischen Informationen nicht empfangen.«

Wenn die Männer so etwas auf ihren Mobiltelefonen löschen könnten, dann sollten sie das tun, um nicht in Versuchung zu geraten. An Onlineplattformen schien Franziskus dabei nicht gedacht zu haben. »Ich sage euch, das ist eine Sache, die den Geist schwächt«, sagte Franziskus weiter.

bbr/dpa
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