Familiensynode Papst schafft gemeinsames Ministerium für Laien, Familien und Leben

Auf der Familiensynode in Rom hat Papst Franziskus eine weitere Maßnahme der Kurienreform bekannt gegeben: Zwei bisher getrennte Ämter sollen zu einem Ministerium für Laien, Familien und Leben zusammengeschlossen werden.

Papst Franziskus (Archivbild): Die Reform geht weiter
DPA

Papst Franziskus (Archivbild): Die Reform geht weiter


Papst Franziskus hat die Schaffung eines neuen gemeinsamen Ministeriums im Vatikan für Laien, Familien und Leben verkündet. Während der derzeit tagenden Familiensynode gab der Papst bekannt, dass im Zuge der Kurienreform die beiden Dikasterien für Laien und Familie sowie die Akademie für Leben in einem Amt zusammengeführt werden sollen. Als Dikasterien werden einzelne Ämter der römischen Kurie bezeichnet.

Die Reform, die von einem Beratungsgremium aus neun Kardinälen ausgearbeitet wurde, war erwartet worden. Ihre Verkündung auf der Synode, die am Sonntag endet, zeigt aber den Stellenwert, den der Papst ihr beimisst.

Der Papst hat seit seiner Wahl im März 2013 eine tiefgreifende Reform der Kirchenverwaltung eingeleitet. Diese sieht insbesondere die Zusammenlegung von Ämtern vor, deren Kompetenzen sich oftmals überschneiden. So wurde ein neues großes Ministerium für Wirtschaft und ein weiteres für Medien und Kommunikation geschaffen.

Wie alle derartigen Reformen stößt auch diese auf Widerstände - insbesondere bei denjenigen, die durch die Fusionen ihre Posten verlieren. Mitte Oktober war ein Brandbrief öffentlich geworden, in dem konservative Kirchenfürsten den Papst und seine Reformen kritisieren.

aar/AFP/AP

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