Irrfahrt durch den Pazifik Seglerinnen nach Monaten gerettet

Monatelang trieben zwei Seglerinnen mit ihren Hunden im pazifischen Ozean. Ihr Motor war ausgefallen - und niemand hörte ihre Notrufe. Nun wurden sie von der US-Marine gerettet.

AP/ U.S. Navy/ Jonathan Clay

Zwei US-Seglerinnen und ihre beiden Hunde sind nach einer monatelangen Odyssee auf dem Pazifischen Ozean gerettet worden. Sowohl die beiden Frauen als auch ihre tierischen Begleiter seien wohlauf, teilte die US-Marine mit. Sie waren bereits im Frühling vom US-Bundesstaat Hawaii aus in Richtung der mehr als 4000 Kilometer entfernten Insel Tahiti gestartet.

Der Motor ihres Segelbootes war bereits Ende Mai ausgefallen, wie die US-Marine weiter mitteilte. Dennoch seien die beiden Seglerinnen davon ausgegangen, ihr Ziel im Südpazifik mithilfe des Windes weiter erreichen zu können.

Normalerweise dauere es etwa 21 Tage, diese Strecke zu überwinden, berichtete der Sender KITV aus Hawaii. Nachdem sie jedoch auch zwei Monate nach ihrer ursprünglich geplanten Ankunft noch immer nicht in Tahiti waren, hätten sie schließlich begonnen, Notrufe abzusetzen. Die Hilferufe blieben allerdings lange Zeit ungehört, weil das Segelboot zu weit von anderen Schiffen entfernt war.

"Sie haben unsere Leben gerettet"

Erst am Dienstag entdeckte ein taiwanisches Fischerboot die beiden Frauen aus Honolulu und informierte die Behörden. Die Seglerinnen waren 1400 Kilometer südöstlich von Japan unterwegs - und etwa 8000 Kilometer von ihrem ursprünglichen Ziel entfernt.

Am Mittwoch erreichte die in Japan stationierte "USS Ashland" das Boot. Videoaufnahmen der US-Marine zeigten die Rettung von Jennifer Appel und Tasha Fuiaba, die ebenso wie ihre Hunde Schwimmwesten trugen. "Sie haben unsere Leben gerettet", sagte Appel.

Der US-Marine zufolge schienen sowohl die Seglerinnen als auch die Hunde bei ihrer Rettung in guter körperlicher Verfassung. Sie überlebten demnach dank ihres Meerwasserfilters und eines Jahresvorrats an Haferflocken, Nudeln und Reis.

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Pazifik: Rettung nach einer Irrfahrt

jpz/AFP/dpa

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