Philippinen Mindestens sechs Tote und 300 Verletzte bei Erdbeben

Die philippinische Insel Mindanao ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Es ist bereits das zweite schwere Beben im Oktober.

Rettungskräfte versorgen Patienten im Freien: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 hat die philippinische Insel Midanao erschüttert
Geonarri Solmenaro/ AFP

Rettungskräfte versorgen Patienten im Freien: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 hat die philippinische Insel Midanao erschüttert


Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 auf den Philippinen sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 300 Menschen wurden durch das Beben verletzt, teilten die Behörden mit. Unter den Toten sind auch mindestens zwei Kinder.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS traf das Beben die Insel Mindanao im Süden des Landes. Demnach kam es zu einer Reihe von Nachbeben. Die Gefahr eines Tsunamis bestehe nicht.

Bei einem Todesopfer handelt es sich um einen 15-jährigen Schüler, der sich während des Bebens aus seiner Schule in der Stadt Magsaysay retten wollte. Der Junge sei unter eine einstürzende Wand geraten, sagte ein Stadtsprecher. An der Schule sei wegen des Bebens Panik ausgebrochen, mehrere weitere Schüler seien verletzt worden.

Bei einem Erdrutsch in der Stadt Arakan starb ein fünfjähriger Junge. Vielerorts flohen Menschen in Panik aus Gebäuden.

Das Beben erschütterte die Region um 9.04 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag in der Provinz Cotabato, knapp 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. In manchen Orten fiel der Strom aus.

"Gebäude haben sich nicht nur bewegt, sie schwankten", sagte ein Arzt eines vom Epizentrum rund 25 Kilometer entfernten Krankenhauses. Etwa zehn Patienten seien kurz nach dem Beben in das Krankenhaus gebracht worden. Einige von ihnen hätten Kopfverletzungen erlitten.

Das Beben hielt nach Behördenangaben in einigen Gegenden fast eine Minute lang an. Mehrere Wohnhäuser und öffentliche Gebäude wurden beschädigt. Schulen in der Region wurden als Vorsichtsmaßnahme geschlossen.

Der Bürgermeister der Stadt Tulunan, Reuel Limbungan, sagte, das Gebäude der Stadtverwaltung sei bei dem Beben zerstört worden. Es gebe zahlreiche Berichte über Verletzte, diese seien bislang aber nicht bestätigt.

Wegen möglicher Nachbeben empfahl der Leiter des Seismologischen Instituts den Anwohnern, zunächst im Freien zu bleiben.

Erst vor knapp zwei Wochen war Mindanao von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Es gab mindestens fünf Tote, Dutzende Gebäude wurden beschädigt. 570 Menschen befinden sich nach Behördenangaben noch in Notunterkünften.

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer Region mit starker seismischer Aktivität. Dort kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

cop/bbr/dpa/AFP



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