Mit bis zu 225 km/h Stärkster Sturm des Jahres fegt über die Philippinen hinweg

Fast eine Million Menschen wurden in Sicherheit gebracht: Auf den Philippinen ist der Taifun "Goni" auf Land getroffen. Der mehr als 200 km/h starke Sturm bringt sintflutartige Regenfälle.
Motorradfahrer unter einer umgeknickten Stromleitung in Tigaon

Motorradfahrer unter einer umgeknickten Stromleitung in Tigaon

Foto:

FRANCIS R MALASIG/EPA-EFE/Shutterstock

Der Taifun "Goni" hat den südlichen Teil der philippinischen Hauptinsel Luzon erreicht. Damit ist der weltweit bisher stärkste Sturm in diesem Jahr mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen, wie der Wetterdienst bekannt gab.

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Über Schäden oder Opfer ist bislang nichts Genaues bekannt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf einen Provinzgouverneur jedoch von bislang vier Toten. Darunter soll auch ein Fünfjähriger sein, der durch einen überschwemmten Fluss weggespült worden sei.

Einer der stärksten Taifune seit "Haiyan"

Die philippinischen Behörden hatten sicherheitshalber fast eine Million Menschen in Sicherheit gebracht. "Goni" ist einer der stärksten Taifune auf den Philippinen seit "Haiyan", der 2013 mehr als 6300 Menschen tötete. Erst vor wenigen Tagen war der Taifun "Molave" über die Philippinen gezogen, wobei 22 Menschen ums Leben kamen.

Der Wetterdienst berichtete nun von "katastrophalen heftigen Winden und intensiven bis sintflutartigen Regenfällen", die durch "Goni" in den Provinzen Bicol sowie in Regionen südlich der Hauptstadt Manila zu erwarten seien.

"Dies ist eine besonders gefährliche Situation für diese Gebiete", hieß es. "Goni" könnte auch Kurs auf Manila nehmen. Insgesamt könnten 19 und 31 Millionen Menschen betroffen sein, warnte die Katastrophenschutzbehörde.

Präsident Rodrigo Duterte verfolgte den Einsatz der Katastrophenhelfer von seiner südlich gelegenen Heimatstadt Davao aus, wie ein Sprecher mitteilte. Gesundheitsbehörden erinnerten die Verantwortlichen in den Evakuierungszentren daran, auf soziale Distanzierung zu achten, da die Verbreitung des Coronavirus ebenfalls Anlass zur Sorge gebe.

Dutzende von internationalen und inländischen Flügen wurden gestrichen. Die Zivilluftfahrtbehörde hat eine eintägige Schließung von Manilas wichtigstem Flughafen, dem Ninoy Aquino International Airport, angeordnet.

apr/Reuters
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