Podcast »Im Verhör« zu Pandemie und Wut Das Spektrum der »Querdenker«

Zwei Jahre nach dem Lockdown und zur Beendigung der Coronamaßnahmen widmen wir uns in der Reihe »Im Verhör« der Welt der »Querdenker«. Wer lief da eigentlich mit auf den großen Demos? Was waren die Ziele der Protestler?

Das Spektrum der Demonstranten ist extrem: Es reicht von Rechten, Hippies, Esoterikern bis hin zu ernsthaft besorgten Bürgern. Doch um die »ganz normalen Bürger« soll es in dieser Reihe nicht gehen.

Wir kümmern uns um die Radikalen, die Extremisten, die schon länger vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Um die Nazis, die die Demonstrationen für die Verbreitung ihrer rechten Ideologien nutzen. Um die QAnon -Anhänger, die krude Verschwörungstheorien propagieren und in Donald Trump ihren Erlöser sahen. Und die Wladimir Putin-Freunde, die sich schon bei den größeren Berlin-Demos vor der russischen Botschaft versammelten und den Namen des Kremlherrschers skandierten.

Was sie eint, ist der Hass auf den Staat, auf die politischen Strukturen. Die Pandemie war häufig nur der Grund, auf die Straße zu gehen und Wut abzulassen. Und so kam es zu einer unheilvollen Allianz: plötzlich marschierten Maßnahmenkritiker Seite an Seite mit Nationalsozialisten, Verschwörungsideologen und Verrückten. Politiker bekamen »Hausbesuche« und kübelweise Hass-Mails.

In der ersten Episode »Im Verhör«: Die Pandemie der Wut, sprechen die SPIEGEL-TV-Reporter Marie Groß und Henrik Neumann mit dem Rechtsextremismus-Experten Matthias Quent über diese Entwicklung. Wie konnte die »Querdenker-Szene« so groß werden, was macht deren Gründer Michael Ballweg heute und warum sind die »Freien Sachsen« mit ihren Spaziergängen so erfolgreich? Host des Formats ist SPIEGEL-TV-Redakteurin Christina Pohl.